Point-Alpha-Preis : Altkanzler Schmidt für politische Verdienste geehrt

Rasdorf. Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) ist mit dem Point-Alpha-Preis ausgezeichnet worden. Der 91-Jährige erhielt die mit 25 000 Euro dotierte Ehrung für herausragende Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas.

Der Preis wurde Schmidt am Donnerstag in der Gedenkstätte Point Alpha, einem ehemaligen US-Militärcamp, im osthessischen Rasdorf verliehen. Schmidt, der von 1974 bis 1982 Bundeskanzler war, hatte sich trotz erheblichen Widerstands auch in der eigenen Partei 1979 für den NATO- Doppelbeschluss ausgesprochen.

Zudem habe Schmidt die Verhandlungen der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) vorangetrieben, bei denen den Ländern im Ostblock Zugeständnisse in humanitären Fragen abgerungen wurden, erklärte das Kuratorium.

Der seit 2005 in unregelmäßigen Abständen vergebene Preis ging bereits an die Staatsmänner Helmut Kohl, Michail Gorbatschow und George Bush senior (2005) sowie an Vaclav Havel (2008). Im Vorjahr wurde die DDR-Bürgerbewegung von 1989 geehrt. Der Preis ist nach dem ehemaligen US-Beobachtungsposten Point Alpha benannt.

Heute ist dort an der Grenze von Hessen zu Thüringen eine Gedenkstätte und ein Museum, das an die Konfrontation der Machtblöcke während des Kalten Krieges und das DDR-Grenzregime erinnert. (lhe)

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