Kommentar zum Amnesty-Bericht zur Hamas: Warum erst jetzt?

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der Hamas vor, im Sommer 2014 mindestens 23 angebliche Kollaborateure mit Israel hingerichtet zu haben. Ein Kommentar von Ulrich Sahm.

Amnesty International hat mit großer Verspätung erst am 27. Mai 2015 einen Report zu grausigen Verbrechen der Hamas-Organisation während des Gaza Krieges vom Sommer 2014 veröffentlicht. Amnesty-Direktor Philip Luther behandelt in diesem Zusammenhang die durch einen Putsch an die Macht gelangte Terrororganisation als die legitime „De-facto-Regierung“ und fordert sie auf, die Verantwortlichen für die grausamen Taten zur Rechenschaft zu ziehen. Genauso absurd wäre eine Aufforderung an die Nationalsozialisten gewesen, brutale KZ-Wächter zu bestrafen.

Die Hamas habe ihren Sicherheitsleuten die „Operation Hals erwürgen“ befohlen, um Angst unter der Bevölkerung zu schüren, so der Bericht. Die Opfer wurden brutal gefoltert und ermordet. Verwandte, die die Leichen ihrer Angehörigen abholen mussten, berichteten von grausigsten Entstellungen. Viele von Amnesty International erwähnte Hinrichtungen sind per Video schon im August 2014 bekannt gewesen.

Als es um eine Klage gegen Israel ging, hatte Amnesty International schon im November 2014 einen fragwürdigen Report in die Welt gesetzt. Warum hat Amnesty nun so lange gewartet, bis die unmenschlichen Verbrechen der Hamas an Palästinensern untersucht wurden?

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