Gewaltsamer Anti-Putin-Protest in Moskau

Moskau - Festnahmen vor der Amtseinführung des russischen Präsidenten Wladimir Putin: Bei einer Massenkundgebung sind russische Polizeieinheiten am Sonntag gegen gewaltbereite Regierungsgegner vorgegangen.

Augenzeugen sprachen von blutigen Szenen und Hunderten Festnahmen im Stadtzentrum. Dort protestierten Zehntausende Menschen gegen Putins Rückkehr in den Kreml an diesem Montag.

Unter anderem seien der frühere Vize-Regierungschef Boris Nemzow, der Internetblogger und Anwalt Alexej Nawalny sowie der linke Oppositionspolitiker Sergej Udalzow vorübergehend festgenommen worden. Das meldete die Agentur Interfax. Nach Angaben der Polizei gab es unter den Demonstranten Provokateure, die mit Steinen und Flaschen warfen.

Blutiger Anti-Putin-Protest in Moskau

Blutiger Anti-Putin-Protest in Moskau

Die Polizei sprach von Verletzten unter den Einsatzkräften sowie von Gewalt seitens der Demonstranten gegen Journalisten vom Staatsfernsehsender NTW. Die Opposition forderte Zugang zum Fernsehen, das vom Kreml kontrolliert wird. Bei einem Unglück starb ein Mann, der aus einem Haus heraus Fotos von der Kundgebung machen wollten, dabei das Gleichgewicht verlor und in die Tiefe stürzte.

Putin kehrt bei einer Feier mit 2000 Gästen an diesem Montag nach vier Jahren im untergeordneten Amt des Regierungschefs zum dritten Mal nach 2000 und 2004 in den Kreml zurück. Er war bei einer von Manipulationsvorwürfen überschatteten Wahl am 4. März mit 63,6 Prozent der Stimmen gewählt worden.

Rubriklistenbild: © dpa

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