Anerkennung ausländischer Abschlüsse: 222 neue Fachkräfte für Hessen

Frankfurt. Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse hat im ersten Jahr der neuen Gesetzgebung 222 Fachkräften den Zugang zum hessischen Arbeitsmarkt ermöglicht.

72 von rund 300 Antragstellern hätten eine volle, 150 eine teilweise Gleichwertigkeit zu ihrem im Ausland erworbenen Beruf bescheinigt bekommen, teilte die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern in Frankfurt an Ostersonntag mit. Die übrigen Anträge wurden noch nicht bearbeitet.

Am 1. April 2012 trat das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz in Deutschland in Kraft. Es garantiert Migranten einen Rechtsanspruch auf zügige Bewertung ihrer ausländischen Berufsabschlüsse. Auch die hessischen IHKs arbeiten seither mit der IHK FOSA (Foreign Skills Approval) in Nürnberg zusammen, um Migranten einen Einstieg oder eine Weiterentwicklung als Fachkraft zu ermöglichen.

„Im ersten Jahr ihrer Existenz hat die IHK FOSA schon zahlreiche neue Fachkräfte für den Arbeitsmarkt identifiziert“, sagte Brigitte Scheuerle, die bei den hessischen IHKs den Bereich berufliche Bildung verantwortet. Scheuerle sieht noch viel Potenzial, auf diesem Weg Fachkräfte nach Deutschland zu bekommen: „Es muss sich erst herumsprechen, dass nun endlich eine Anerkennung möglich ist. Dann werden viel mehr Menschen diese Chance ergreifen.“ (dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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