Angriffe auf Journalisten bei Pegida-Kundgebung in Dresden

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Vor knapp einem Jahr begannen die Pegida-Märsche in Dresden. Foto: Matthias Hiekel/Archiv

Die fremdenfeindlichen Bewegungen Pegida in Dresden und Legida in Leipzig erhalten wieder Zulauf. Auch Übergriffe gibt es wieder.

Dresden (dpa) - Bei einer Kundgebung der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung sind am Montagabend in Dresden Journalisten angegriffen worden. Wie die "Dresdner Neuesten Nachrichten" und der MDR berichteten, erhielt ein Reporter einen Faustschlag ins Gesicht.

Ein weiterer sei von einem Pegida-Anhänger getreten worden. Die Täter seien anschließend in der johlenden Menge verschwunden. Beide Journalisten wollten Anzeige erstatten, hieß es. Die Polizei nahm nach Angaben eines Behördensprechers Ermittlungen auf.

Das Bündnis verzeichnete kurz vor dem ersten Jahrestag seiner Gründung Mitte Oktober am Montagabend erneut Zulauf. Nach Schätzungen der Gruppe Durchgezählt im Anschluss an den Demonstrationszug durch die Dresdner Altstadt lag die Teilnehmerzahl zwischen 7000 und 8500. dpa-Reporter waren bei der Auftaktkundgebung zunächst von etwa 10 000 Pegida-Anhängern auf dem Theaterplatz vor der Semperoper ausgegangen. Polizei und Stadt geben schon seit Monaten keine Zahlen mehr bekannt.

Zu den Angriffen auf die Journalisten kam es den Berichten zufolge während des Demonstrationszuges in Höhe des Sächsischen Landtags. Bei der Kundgebung hatten Pegida-Chef Lutz Bachmann und der Schweizer Rechtspopulist Ignaz Bearth Stimmung gegen Journalisten der sogenannten "Lügenpresse" sowie gegen Ausländer und Politiker gemacht. Gegendemonstranten waren nicht zu sehen.

In Leipzig folgten nach Schätzung von dpa-Reportern am Montagabend etwa 700 Menschen einem Kundgebungsaufruf des Anti-Islam-Bündnisses Legida. Das waren mehr als bei der letzten Demonstration. Ein Statistik-Dozent der Universität Leipzig, der Legida-Veranstaltungen beobachtet, vermerkte etwa 700 Demonstranten. Zu Gegenkundgebungen fanden sich ebenfalls mehrere Hundert Menschen vorwiegend aus dem linken Lager ein. Zwischenfälle wurden dort nicht gemeldet.

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