Angst vor Jobverlust: Streik behindert den Schiffsverkehr

Hannover. Schiffskapitäne in Niedersachsen und Bremen haben am Dienstag vor geschlossenen Schleusen gestanden: Ein Streik der Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung behinderte den Verkehr auf Kanälen und Flüssen.

Der Mittellandkanal etwa war durch die Schließung der Hindenburg-Schleuse in Hannover den ganzen Tag blockiert, sagte eine Mitarbeiterin der Gewerkschaft Verdi, die zu dem Streik aufgerufen hatte. Auch Schleusen bei Hameln und Uelzen waren geschlossen. Dadurch war auch die Belieferung der Stahlwerke in Peine und Salzgitter nicht möglich.

Hintergrund des ganztägigen Streiks ist der geplante Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Die Gewerkschaft befürchtet, dass dabei bis zu 3000 der 12.000 Arbeitsplätze abgebaut werden könnten. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung kümmert sich um den Verkehr auf den Kanälen und Flüssen, die Bundeswasserstraßen sind. Außerdem unterhält die Behörde dort die anliegenden rund 450 Schleusen sowie Schiffshebewerke und Kanalbrücken.

Bei einer Protest-Kundgebung in Hannover forderten am Dienstag rund 500 Mitarbeiter Verhandlungen zum Schutz der Beschäftigten. Der Aufruf zum Streik wurde nach Verdi-Angaben in allen Bereichen der Behörde gut befolgt. Von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt hieß es, die Schifffahrt auf dem westdeutschen Kanalnetz sei zum Erliegen gekommen. Vor allem der Mittellandkanal sei von den Folgen des Streiks erheblich betroffen. Auch in anderen Bundesländern kam es durch den Ausstand bereits zu Beeinträchtigungen der Binnenschifffahrt. Den Auftakt hatten am Vortag die Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gemacht - am Dienstag traten neben Niedersachsen und Bremen auch Beschäftigte in Niedersachsen, Bremen und Bayern in den Arbeitskampf. Allein im Ruhrgebiet stauten sich am Morgen mehr als 70 Schiffe. (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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