Fracking-Anhörung jetzt doch in Kassel

Kassel. Die Expertenanhörung zur Suche nach Erdgas mit der umstrittenen Fracking-Methode hält der Umweltausschuss des hessischen Landtags jetzt doch in Kassel ab.

Der Ausschuss sei der Bitte von SPD und Grünen gefolgt, teilten die umweltpolitischen Sprecher der beiden Landtagsfraktionen, Timon Gremmels (SPD) und Angela Dorn (Grüne), am Freitag in Wiesbaden mit. Beim Fracking geht es um die Suche nach Erdgas, das in 3000 bis 4000 Meter Tiefe in Schiefer und anderen Gesteinsarten gebunden ist.

Die Menschen in der Region, für die ein konkreter Antrag für eine Erkundungserlaubnis vorliege, sollten auch die Chance bekommen, an einer solchen Anhörung teilzunehmen, hieß es weiter. Ursprünglich war die Anhörung im September in Kassel vorgesehen, dann plötzlich in Wiesbaden. "Einer Anhörung in Nordhessen können die betroffenen Bürgerinnen und Bürger natürlich viel leichter beiwohnen", sagte Dorn. Nun soll der Termin am 5. Oktober im Kasseler Regierungspräsidium stattfinden.

Fracking bedeutet, dass Wasser, Sand und Chemikalien unter großem Druck in das Gestein gepumpt werden, um es aufzusprengen. Dann kann das Gas Richtung Bohrloch strömen. Kritiker sehen eine Gefahr für die Umwelt, vor allem für das Trinkwasser. Die deutsche Tochter einer kanadischen Energiefirma will erkunden, ob sich eine Förderung lohnt. (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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