„Das war mein Fehler“

Annalena Baerbock: Grünen-Kanzlerkandidatin spricht über Plagiatsvorwürfe

Annalena Baerbock hat sich zu ihren Plagiatsvorwürfen geäußert. Die Grünen-Kanzlerkandidatin räumte Fehler ein. (Archivfoto)
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Annalena Baerbock hat sich zu ihren Plagiatsvorwürfen geäußert. Die Grünen-Kanzlerkandidatin räumte Fehler ein. (Archivfoto)

In einem Interview hat sich Annalena Baerbock zu den Plagiatsvorwürfen geäußert. Dabei räumte die Grünen-Kanzlerkandidatin auch Fehler ein.

Berlin – Die Aufregung um Annalena Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir uns Land erneuern“ legt sich allmählich – auch weil die Grünen-Kanzlerkandidatin Fehler im „Quellenverzeichnis“ eingestand. Nachdem sich Co-Autor Michael Ebmeyer ebenfalls äußerte und die Plagiatsvorwürfe als „scheinheilig“ bezeichnete, meldete sich Baerbock nun erneut zu Wort.

Angesprochen darauf, ob auch die dramatischen Auswirkungen der Unwetter in Deutschland damit zu tun hätten, erläuterte die Grünen-Politikerin im Interview mit dem Spiegel, dass sie selbst „am heftigsten“ aus vergangenen Fehlern zu knabbern habe, es nun aber darum ginge, „die nötigen Veränderungen im Land voranzutreiben.“

Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock ärgert sich über die Folgen der Plagiatsdiskussionen

Die gebürtige Hannoveranerin versuchte dennoch zu erklären, wie es zu den Fehlern kam: Es sei ihr wichtig, in der Politik zuzuhören und gute Ideen aufzunehmen. Daher notiere sich Baerbock viel aus Gesprächen und lese auch viel. „Selbstkritisch“, so müsse die Grünen-Kanzlerkandidatin gestehen, entstehe auf diese Art und Weise aber „nicht unbedingt ein handwerklich gutes Buch, weil bei den dafür genutzten Notizen dann die Quellen fehlten.“

Weiter kündigte Baerbock an, dass im Falle einer Neuauflage des Buches ein entsprechendes Quellenverzeichnis beigefügt werde. Zudem gestand die Politikerin ein, dass es ihr „Fehler“ gewesen sei. Auf die Frage, ob sie das Buch heute lieber nicht geschrieben hätte, antwortete die Kanzlerkandidatin der Grünen, dass sie es zumindest hätte „anders schreiben“ müssen.

Besonders ärgere sie, dass die Diskussion rund um das Buch dazu geführt hätte, dass man über die wichtigen politischen Fragen nicht gesprochen habe. (Nail Akkoyun)

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