"Betroffenheit im Innersten"

So denkt Schavan heute über Verlust des Doktortitels

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Annette Schavan empfindet den Verlust ihres Doktortitels auch heute noch als Schmach.

Berlin - Vor über einem Jahr hat die damalige Bildungsministerin Annette Schavan ihren Doktortitel verloren. Jetzt spricht sie darüber, wie sie damit umgeht und verrät, wie es ihr damit geht.

Die vor gut einem Jahr als Bundesbildungsministerin zurückgetretene Annette Schavan empfindet den Verlust ihres Doktortitels weiterhin als Schmach. Die CDU-Politikerin sagte der Zeitung „Sonntag Aktuell“: „Natürlich darf das Ganze nicht zu tiefen Raum in meinem Leben einnehmen. Ich muss das auf Distanz halten, aber an meiner Betroffenheit im Innersten hat sich nichts geändert.“ Was geschehen sei, „schadet nicht nur mir, sondern auch der Wissenschaft“, meinte Schavan.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf verhandelt am Donnerstag (20.3.) über die Klage Schavans gegen den Entzug ihres Doktortitels durch die Universität Düsseldorf. Nach CSU-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg war die CDU-Politikerin im Februar 2013 das zweite Kabinettsmitglied, das Kanzlerin Angela Merkel (CDU) durch eine Plagiats-Affäre verlor. Die engagierte Katholikin soll nun deutsche Botschafterin am Vatikan werden.

„Person und Gewissen - Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung“ lautet der Titel der Doktorarbeit, die Schavan das Prädikat „sehr gut“ eintrug. Anonyme Plagiatsjäger läuteten mit der Webseite „Schavanplag“ den Anfang vom Ende Schavans als Wissenschaftsministerin ein. Ihr seien Flüchtigkeitsfehler unterlaufen, aber von einer vorsätzlichen Täuschung könne keine Rede sein, verteidigte sich die Politikerin.

dpa

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