Bericht

Anschläge auf Asylbewerberheime massiv gesunken

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Polizisten stehen am 21. August 2015 in Neustadt a. d. Waldnaab (Bayern) vor einer Asylbewerber-Unterkunft.

Laut einem Bericht ist die Zahl der fremdenfeindlichen Anschläge auf Asylbewerberheime so niedrig wie zuletzt 2014 - also vor Beginn der Flüchtlingskrise.

Die Zahl der fremdenfeindlichen Anschläge auf Asylbewerberheime ist wieder auf das Niveau von 2014 gesunken - also zur Zeit vor der Flüchtlingskrise. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden bundesweit 28 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte verübt. Das geht aus Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) vorliegen. Die Angriffe haben sich im Vergleich zu den Vorquartalen etwa halbiert und sind ähnlich niedrig wie 2014.

Alle Übergriffe im ersten Quartal hatten einen rechtsradikalen Hintergrund. In den meisten Fällen handelte es sich laut BKA um Propagandadelikte und Schmierereien (11) sowie Sachbeschädigung (10). Die Polizei registrierte aber auch Gewaltdelikte und Volksverhetzung.

Nach dem starken Flüchtlingszuzug ab Spätsommer 2015 waren fremdenfeindliche Anschläge und Überfälle sprunghaft gestiegen. Der Höhepunkt wurde zum Jahreswechsel 2015/2016 erreicht, als es in den einzelnen Quartalen jeweils rund 470 Angriffe auf Flüchtlingsheime gab.

Schon seit fast zwei Jahren ist der Trend kontinuierlich rückläufig. Als Grund dafür gelten vor allem die gesunkenen Asylbewerberzahlen. Im Gesamtjahr 2017 gab es laut BKA deutschlandweit 312 Straftaten gegen Asylunterkünfte, fast alle mit rechtsradikalem Hintergrund. Das ist nur noch ein Drittel so viel wie 2015 und 2016 mit jeweils rund tausend Vorfällen.

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