US-Botschafter als „Hundesohn“ bezeichnet

Anschlag auf Palästinas Regierungschef: Abbas beschuldigt die Hamas

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Mahmud Abbas

In Palästina spitzt sich die Lage zu. Präsident Mahmud Abbas hat die Hamas für einen Mordanschlag auf Ministerpräsident Hamdallah verantwortlich gemacht. Harte Worte findet er auch für die USA.

Ramallah - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die im Gazastreifen herrschende Hamas direkt für einen Mordversuch an dem Ministerpräsidenten Rami Hamdallah verantwortlich gemacht. Bei einer Versammlung in Ramallah sagte Abbas am Montagabend, man warte nicht die Ergebnisse einer Hamas-Untersuchung ab, „weil wir wissen, dass sie - die Hamas-Bewegung - hinter dieser Tat steht“.

Am vergangenen Dienstag war neben Hamdallahs Konvoi kurz nach der Einfahrt in den Gazastreifen ein Sprengsatz explodiert. Auch Geheimdienstchef Madschid Faradsch befand sich bei ihm. Beide wurden nicht verletzt.

Abbas drohte der Hamas mit „nationalen, juristischen und finanziellen Maßnahmen“. Die Fatah-Partei von Abbas und die Hamas hatten nach mehr als zehn Jahren Bruderzwist am 12. Oktober in Kairo ein Versöhnungsabkommen vereinbart. Ziel war eine einheitliche Herrschaft im Gazastreifen und im Westjordanland. Der Prozess verlief bisher aber sehr schleppend.

Die Hamas hatte 2007 die alleinige Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Die EU, die USA und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Israel hat eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die mittlerweile von Ägypten mitgetragen wird.

Abbas warf der Hamas vor, gemeinsam mit der Regierung des US-Präsidenten Donald Trump einen „Staat Gaza“ anzustreben, anstatt eines Palästinenserstaates im Gazastreifen und Westjordanland mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Er bezeichnete den US-Botschafter in Israel, David Friedman, als „Hundesohn“ und „Siedler“. Friedman hatte in der Vergangenheit gesagt, die Siedlungen seien „Teil Israels“.

Lesen Sie auch: Unruhen nach Trumps Jerusalem-Erklärung - Aufruf zur Intifada

dpa

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