Geistlicher engagiert sich gegen Neonazis

Anschlag auf Haus von Pastor

UNTERLÜSS. Auf das Haus eines Pastors und Neonazi-Gegners aus dem Kreis Celle ist ein Brandanschlag mit einem Molotow-Cocktail verübt worden. Menschen kamen nicht zu Schaden, auch das Gebäude wurde nicht beschädigt, teilte die Polizei mit.

Am Donnerstagmorgen entdeckte der Theologe eine zerbrochene Flasche mit einer Zündschnur vor seinem Pfarrhaus in Unterlüß. Vor der Haustür und an einer Wand waren Rußspuren zu sehen.

„Wie gefährlich die Brandsätze waren, müssen jetzt kriminaltechnische Untersuchungen ergeben“, sagte ein Polizeisprecher. Die versuchten Anschläge mit Molotow-Cocktails hätten eine neue Qualität. „So was in der Art hatten wir hier noch nicht“, sagte Koch.

Einschüchterungsversuche

Pastor Wilfried Manneke engagiert sich seit mehr als zehn Jahren gegen Rechtsextremismus. Er gehört zu den Organisatoren einer Demonstration gegen ein Neonazi-Treffen in der Nachbargemeinde Eschede an diesem Wochenende. Manneke sagte, es habe schon mehrfach Einschüchterungsversuche von Rechtsextremisten gegeben. Die Celler Polizei schließt nach eigenen Angaben einen politischen Hintergrund nicht aus, ermittelt aber in alle Richtungen.

Am Nachmittag wurde etwa zehn Kilometer entfernt vor einem Haus eine zweite Flasche mit ähnlichem Inhalt gefunden. In dem Haus soll ebenfalls ein Neonazi-Gegner wohnen. (lni)

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