Anspannung in Flüchtlingsunterkunft nach Massenschlägerei

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Polizisten warten in Meßstetten vor der Landesersaufnahmestelle, nachdem es eine Schlägerei in der Einrichtung gab. Foto: Felix Kästle

Meßstetten (dpa) - Nach einer Massenschlägerei unter Asylbewerbern bleibt die Situation in einer Flüchtlingsunterkunft in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb angespannt.

Wegen der aufgeheizten Lage seien weiter Einsatzkräfte an Ort und Stelle, sagte ein Polizeisprecher. Auch Mitarbeiter des Sicherheitspersonals der Einrichtung waren bei dem Zwischenfall nach einem Streit an der Essensausgabe am späten Freitagabend angegriffen worden. Unter den 200 bis 300 Beteiligten hätten sich mehrere Menschen leichte Verletzungen zugezogen. An der betroffenen Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) waren etwa 100 Polizisten im Einsatz.

"Die Polizei hat die Lage im Griff", sagte der Sprecher. Ein "Hauptunruhestifter" sei vorläufig festgenommen worden. Polizeibeamte seien nicht verletzt worden. Die Hintergründe des Zwischenfalls waren weiter unklar. Wegen sprachlicher Schwierigkeiten dauere es mit der Aufklärung. In der LEA sind nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen untergebracht, darunter viele Asylbewerber aus Syrien.

In der Einrichtung im Zollernalbkreis war es zuletzt im Oktober sowie zuvor im September zu schweren Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen gekommen. Dabei waren Bewohner der Einrichtung einmal auch mit Eisenstangen aufeinander losgegangen. Ein Polizeisprecher sagte, dass es eine auffällige Zunahme solcher Zwischenfälle gebe. Die Beamten seien beunruhigt. In den baden-württembergischen Flüchtlingsunterkünften kommt es immer wieder zu Spannungen unter Asylbewerbern, die gewaltsam ausgetragen werden.

Polizei zu Unruhen in Meßstetten

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