Überwachung & Kontrollen

Anti-Terror-Forderungen: Was ist überhaupt umsetzbar?

Berlin - Nach den Attentaten von Paris sind etliche Forderungen laut geworden, wie der islamistische Terror auch in Deutschland besser bekämpft werden kann. Vorschläge und ihre Umsetzungschancen:

SCHÄRFERE GRENZKONTROLLEN: 

Schon jetzt wird wieder kontrolliert - vor allem wegen des anhaltenden Flüchtlingsandrangs in Bayern. Nach den Attentaten lässt Innenminister Thomas de Maizière auch die Grenze zu Frankreich stärker überwachen sowie den Flug- und Zugverkehr.

Die Grenzen völlig dicht zu machen, gilt aber als unmöglich - niemand kann Tausende Kilometer grüne Grenze lückenlos überwachen, ohne neue Mauern und Zäune zu bauen. Letzteres will Kanzlerin Angela Merkel auf keinen Fall.

VERDÄCHTIGE ISLAMISTEN LÜCKENLOS ÜBERWACHEN: 

Angesichts der benötigten Anzahl von Polizisten gilt das als unmöglich. Um nur einen „Gefährder“, der jederzeit einen Terrorakt begehen könnte, rund um die Uhr zu bewachen, sind laut Experten im Schnitt rund 40 Beamte nötig. Derzeit sind den Behörden 420 „Gefährder“ bekannt. Hochgerechnet bedeutet das, es müssten fast 17 000 Beamte allein für die Überwachung dieses Islamistenkreises eingesetzt werden.

KOMMUNIKATION MÖGLICHER TERRORISTEN BESSER ÜBERWACHEN:

Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ stockt die Bundesregierung die Geheimdienste um fast 500 Stellen auf, ein Teil davon soll im Kampf gegen den Terrorismus eingesetzt werden. Der Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Verfassungsschutz versuchen schon jetzt rund um die Uhr, mögliche Attentäter zu entdecken, wenn sie ihre Taten im Internet vorbereiten oder absprechen. Lückenlosen Schutz können aber auch solche Lauschaktionen nicht bringen - zumal sie in der öffentlichen Debatte höchst umstritten sind.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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