Anwohner zahlen Millionen für Altlasten

Axel Priebs

Hannover. Jahrzehntelang bauten sie Gemüse und Salat auf radioaktiv belasteten Böden an, ihre Kinder spielten dort im Sand - erst dann erfuhren die Wohnungseigentümer, dass sie auf den Altlasten einer Chemiefabrik leben. Die Sanierung dieser Hinterlassenschaft kommt die Eigentümer in der List, einem der begehrtesten Wohngebiete mitten in Hannover, jetzt teuer zu stehen. Der derzeitige Sanierungsplan sieht Gesamtkosten von mehr als 4,3 Millionen Euro vor, sagte der Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Axel Priebs, gestern.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Hoffnung der Besitzer zerschlagen, dass der Verursacher, die Chemiefabrik Eugen de Haen oder deren Erben für die Kosten der teuren Sanierungsarbeiten aufkommen. Das Verwaltungsgericht hatte im Dezember 2009 eine Haftung der Nachfolgefirma verneint.

Finanzspritze

Nun kommen auf die Grundstücksbesitzer Kosten von 50 000 bis zu 200 000 Euro zu. Fast ein Viertel der Kosten wollen die Stadt und die Region zur Verfügung stellen. Voraussetzung für die Finanzspritze ist allerdings, dass die insgesamt 45 Grundstücksbesitzer mit der Region einen Sanierungsvertrag eingehen. (lni) Foto: nh

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