Arabische Liga wirft Syrien raus und droht mit Sanktionen

Rabat -  Angesichts der anhaltenden Gewalt gegen Regierungskritiker hat die Arabische Liga den Ausschluss Syriens aus der Organisation am Mittwoch bestätigt. Zudem drohen die arabischen Staaten mit Sanktionen.

Das gaben die Außenminister des Bündnisses nach einem Krisentreffen in der marokkanischen Hauptstadt Rabat bekannt. Die Arabische Liga hatte Syrien bereits am vergangenen Samstag bis auf Weites ausgeschlossen und Damaskus bis Mittwoch Zeit gegeben, die Gewalt gegen Zivilpersonen einzustellen.

Blutige Proteste in Syrien

Blutige Proteste in Syrien

Die Außenminister erklärten, Syrien solle sich in den kommenden drei Tagen zu einem Plan der Arabischen Liga äußern, der unter anderem die Entsendung einer Beobachtermission vorsehe.

Die arabischen Staaten haben der syrischen Regierung zudem mit Wirtschaftssanktionen gedroht. Syrien müsse binnen drei Tage die Gewalt gegen friedliche Demonstranten beenden und arabische Beobachter ins Land lassen, andernfalls werde die Arabische Liga Wirtschaftssanktionen verhängen, sagte der katarische Außenminister, Scheich Hamad bin Dschasim al-Thani am Mittwochabend zum Abschluss einer Außenministerkonferenz in Marokko.

Das Staatenbündnis formulierte nach Angaben des Nachrichtensenders Al-Arabija außerdem ein Protokoll, in dem die Details für die Arbeit dieser Beobachter festgelegt wurden. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad nahm an dem Treffen in der Hauptstadt Rabat nicht teil.

Vor ihrer Sitzung waren einige der Minister mit dem türkischen Außenminister Ahmed Davutoglu zusammengetroffen, der erklärt hatte, es müssten rasch Maßnahmen zum Schutz der Zivilisten in Syrien getroffen werden.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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