Arbeitgeberpräsident wettert gegen Betreuungsgeld

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Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt

Berlin - Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hält das im Koalitionsvertrag verankerte Betreuungsgeld für unsinnig. Mit dieser Haltung steht er nicht allein da:

“Das Betreuungsgeld ist nach meiner Überzeugung grundverkehrt, sagte Hundt der “Bild“-Zeitung (Dienstagsausgabe) laut Vorabbericht. “Ich hoffe sehr, dass die Koalition von diesem unsinnigen Vorhaben Abstand nimmt.“ Das Betreuungsgeld sei teuer und setze Anreize, nicht zu arbeiten. Zudem berge es auch die Gefahr, dass gerade Kinder von der Kinderbetreuung nicht profitieren, für deren Entwicklung das besonders wichtig wäre.

Das Betreuungsgeld soll laut einem Beschluss der Koalition Familien zugutekommen, die ihre kleinen Kinder zu Hause betreuen. Kanzlerin Angela Merkel hält am Betreuungsgeld fest. In der FDP und Teilen der CDU gibt es jedoch Widerstand.

"Ausbau von Kita-Plätzen fördern"

“Das Betreuungsgeld passt nicht in die Zeit“, sagte FDP-Generalsekretär Patrick Döring der “Passauer Neuen Presse“ (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. “Wenn die Union dieses Projekt aufgibt, werden wir nicht im Wege stehen.“

Döring sagte, die Union müsse sich klar darüber werden, was sie wolle. Die FDP sei für weitere Beratungen offen. “Wenn wir die Frauenerwerbstätigkeit erhöhen und die Rückkehr von Frauen in den Beruf erleichtern wollen, sollten wir nicht die Betreuung von Kindern zu Hause vergüten, sondern den Ausbau von Kita-Plätzen fördern“, sagte er.

dapd

 

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