Zahlt Arbeitsagentur Millionen für "Bravo"-Artikel?

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Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

Nürnberg - Die Bundesagentur hat einem Medienbericht zufolge eine kostspielige Kooperation mit "Bravo". Die Agentur soll satte Summen für Artikel in der Jugendzeitschrift bezahlt haben.

Pro Jahr würden dem Blatt rund 700 000 Euro dafür bezahlt, dass es regelmäßig über Hilfen der Bundesagentur bei der Berufswahl und der Ausbildungsplatzsuche berichte, schreibt der “Spiegel“. Insgesamt sollen bereits 2,2 Millionen Euro an den Verlag gezahlt worden sein.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat den Bericht des Nachrichtenmagazins “Spiegel“ zurückgewiesen, sie zahle für Artikel in der Jugendzeitschrift “Bravo“. Es gebe lediglich eine Medienkooperation mit der vom Bauer-Verlag herausgegebenen Zeitschrift, betonte BA-Sprecher John-Philip Hammersen am Donnerstag.

Zusammen mit der Schnellimbisskette McDonalds unterstütze die Bundesagentur die “Bravo“-Aktion “Job-Attacke“, die Schulabgängern Orientierung bei der Berufswahl und Hilfen bei der Lehrstellensuche gebe. Zu keinem Zeitpunkt habe die Bundesagentur redaktionelle Inhalte beeinflusst. Die Bundesagentur unterstützt das seit drei Jahren laufende Projekt mit jährlich rund 700 000 Euro.

Die Bundesagentur habe zudem immer Wert daraufgelegt, dass sie in den von “Bravo“ produzierten Beiträgen als Kooperationspartner genannt wurde. “Die Kooperation zwischen “Bravo“ und der Bundesagentur war von Anfang klar erkennbar und transparent“, heißt es ergänzend in einer Mitteilung der Bundesagentur.

Lediglich in einem, vom Deutschen Presserat gerügten Fall sei dies versäumt worden. “Das war ein Fehler der Redaktion“, betonte Hammersen. Im übrigen habe auch der Bundesrechnungshof erst vor kurzem die Kooperation mit “Bravo“ geprüft. Es liege zwar noch keine anschließende Bewertung vor. In einem vorläufigen Bericht aber seien die positiven Effekte der Kooperation ausdrücklich hervorgehoben worden, unterstrich die BA.

dpa

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