Arbeitslosigkeit in Niedersachsen trotz eisigem Winter gesunken

Hannover. Die Beschäftigung in Niedersachsen ist weiter gestiegen, allerdings geringer als in konjunkturstarken Phasen. Vor allem auch der langanhaltende eisige Winter bremste eine nachhaltige Belebung des Arbeitsmarktes aus, berichtete die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Hannover.

Während die Zahl der Arbeitslosen im Land Bremen leicht zunahm, sank sie in Niedersachsen. Dort waren zuletzt 278.912 Menschen auf der Suche nach einem Job - 2,6 Prozent weniger als im Februar und 2,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Quote sank gegenüber Februar von 7,1 Prozent auf 6,9 Prozent. Im Land Bremen dagegen liegt die Arbeitslosenquote nun bei 11,6 Prozent, im Vormonat wie auch im Vorjahr betrug der Wert noch 11,5 Prozent. Insgesamt waren dort 38 314 Menschen im März ohne Job. „Der lange Winter bremst die Frühjahrsbelebung noch etwas ab“, sagte der Arbeitsmarktexperte Klaus Oks von der zuständigen Regionaldirektion.

Im Winter ist der Bedarf an Arbeitskräften in Branchen wie der Bau- und Landwirtschaft oder dem Gartenbau traditionell geringer. Vor allem Zeitarbeitsunternehmen reagieren sensibel: bei ihnen sank die Zahl der offenen Stellen allein im Bundesland Bremen gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel. Besonders erfreulich: In Niedersachsen ging im März die Jugendarbeitslosigkeit deutlich zurück. Insgesamt waren dort 27.760 junge Leute unter 25 Jahren erwerbslos gemeldet - das entsprach einer Abnahme von 4,9 Prozent im Vergleich zum Februar. Allerdings liegt der Wert im Vergleich zum März des Vorjahres um 4,9 Prozent höher.

Die Arbeitslosenquote unter den Jüngeren sank von 6,4 Prozent im Februar auf zuletzt 6,1 Prozent (März 2012: 5,9 Prozent). In Bremen dagegen blieb sie stabil - dort sind 3541 Jugendliche arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 9,7 Prozent (März 2012: 9,5). Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Zahl der Menschen, die als sogenannte Unterbeschäftigte etwa in Altersteilzeit sind oder an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Nach den jüngsten Zahlen für den Monat März sank ihr Anteil in Niedersachsen um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 365 743 Personen - gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang um 1,9 Prozent. In Bremen stieg die Zahl dagegen um 0,4 Prozent gegenüber dem Februar auf 50 421 Personen. Im Jahresvergleich stellt dieser Wert allerdings einen einprozentigen Rückgang dar.

Arbeitsmarkt in Südniedersachsen

-Kreis Göttingen

-Kreis Northeim

Rubriklistenbild: © dpa

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