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Umfrage-Klatsche für Olaf Scholz - Union liegt wieder deutlich vor SPD

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Von: Max Schäfer

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Umfrage-Klatsche für Olaf Scholz: Die Ampel-Koalition verliert im ARD-Deutschlandtrend an Zustimmung - die Union überholt die SPD und liegt deutlich vorne.

Berlin – Erstmals seit August 2021 zieht die Union im ARD-Deutschlandtrend an der SPD vorbei. Bei der Umfrage von Infratest dimap erklärten 27 Prozent, dass sie ihr Kreuz bei CDU und CSU machen würden, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Im Vergleich zum Januar 2022 legt die Union vier Prozentpunkte zu. Die Ampel-Koalition büßt dagegen an Zustimmung ein.

Die SPD verliert vier Prozentpunkte und landet im ARD-Deutschlandtrend vom Donnerstag (03.02.2022) nur noch bei 22 Prozent. Die Grünen bleiben unverändert bei 16 Prozent. Die dritte Ampel-Partei FDP verliert einen Punkt und landet bei 10 Prozent. Einen leichten Zuwachs kann dagegen die AfD verbuchen und landet bei zwölf Prozent. Die Linke bleibt konstant bei fünf Prozent.

Olaf Scholz und die SPD büßen an Zustimmung ein und müssen die von Friedrich Merz geführte CDU im ARD-Deutschlandtrend vorbeiziehen lassen. (Archivbild)
Olaf Scholz und die SPD büßen an Zustimmung ein und müssen die von Friedrich Merz geführte CDU im ARD-Deutschlandtrend vorbeiziehen lassen. (Archivbild) © John Macdougall/dpa

ARD-Deutschlandtrend: Ampel-Koalition verliert an Zustimmung – Union gewinnt

Nicht nur die Parteien der Ampel verlieren, sondern auch Koalition an sich verliert an Zustimmung. Nur noch 38 Prozent sind zufrieden mit dem Regierungshandeln. Mehr als die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) sind laut ARD-Deutschlandtrend unzufrieden. Das sind 20 Prozent mehr als Anfang Januar. Bei den Anhängerinnen und Anhängern von Grünen und SPD ist die Stimmung jedoch noch positiv: Jeweils mehr als zwei Drittel sind zufrieden. Bei der FDP sieht das anders aus: 53 Prozent sind unzufrieden.

ParteiProzent (Veränderung zur Vorwoche)
SPD22 (-4)
CDU/CSU27 (+4)
Grüne16 (0)
FDP10 (-1)
AfD12 (+1)
Linke5 (0)

Die Unzufriedenheit zeigt sich auch bei den Zustimmungswerten der einzelnen Ministerinnen und Minister. Bundeskanzler Olaf Scholz verliert am deutlichsten an Zustimmung: Er verliert 17 Prozentpunkte, nur noch 43 Prozent der Befragten sind mit ihm zufrieden. Mehr als die Hälfte zeigt sich Scholz gegenüber kritisch. Auch der Grüne-Vizekanzler Robert Habeck verliert an Beliebtheit und kommt auf 39 Prozent. Etwas besser steht es um FDP-Chef und Wirtschaftsminister Christian Lindner, dessen Zustimmung um sechs Punkte auf 43 Prozent zurückgeht. Der beliebteste Minister ist Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59 Prozent), der im Vergleich zum Januar aber auch sieben Prozent verliert.

Der kürzlich auch per Briefwahl bestätigte neue CDU-Vorsitzende Friedrich Merz kann sich dagegen freuen. Der 66-Jährige gewinnt an Beliebtheit. 37 Prozent der von Infratest dimap Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden.

ARD-Deutschlandtrend: Deutliche Mehrheit hält Waffenlieferungen im Ukraine-Konflikt für falsch

Während die Umfragewerte der Ampel-Parteien schlechter ausfallen, erhält die Regierung bei ihrer Zurückhaltung im Konflikt mit Russland, was Waffenlieferungen an die Ukraine angeht, Zustimmung. 71 Prozent der Deutschen hält sie derzeit für falsch. Nur ein Fünftel spricht sich dafür aus. 43 Prozent wünschen sich dagegen neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland. 51 Prozent sprechen sich für ein Angebot von Nato-Sicherheitsgarantien an den von Wladimir Putin regierten Staat aus.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie befürwortet die Mehrheit der Deutschen weiterhin eine Impfpflicht. 53 Prozent wünschen sich laut ARD eine Impfpflicht für alle Erwachsenen, 12 Prozent wollen sie auf Menschen ab 50 Jahren begrenzen. 33 Prozent lehnen die Maßnahme ab.

Die derzeit gültigen Corona-Maßnahmen halten 44 Prozent für angemessen. Für 31 Prozent der Befragten gehen sie zu weit. Für 22 Prozent der Deutschen gehen sie laut ARD-Deutschlandtrend nicht weit genug.

ARD-Deutschlandtrend: Klare Zustimmung für Frank-Walter Steinmeier

Am 13. Februar 2022 steht die Bundespräsidentenwahl an. Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier kann in der Bundesversammlung auf breite Unterstützung hoffen, aber wie sieht es in der Bevölkerung aus? 68 Prozent sind laut der Umfrage von Infratest dimap mit seiner Arbeit als Bundespräsident sehr zufrieden oder zufrieden. Mit 89 und 84 Prozent fällt die Zustimmung bei den Anhängerinnen und Anhängern der SPD und Union aus. 24 Prozent der Befragten zeigen Ablehnung. (ms)

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