Steigende Infektionszahlen

Mitten im Corona-Hotspot Deutschlands: Laschet-Auftritt sorgt für Wut - „Einfach nur peinlich“

Armin Laschet bei einer Pressekonferenz
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Armin Laschet unterstützte am Samstag in Hamm den Oberbürgermeister bei dem Stichwahlkampf. (Symbolbild)

Der Besuch von Armin Laschet in Hamm sorgt für Aufsehen. Am Samstag unterstützte er den Oberbürgermeister im Stichwahlkampf. Nun hagelt es scharfe Kritik.

  • Mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 87,1 liegt das nordrhein-westfälische Hamm deutlich über der kritischen Marke von 50 und ist Deutschlands aktueller Corona-Hotspot.
  • Am Samstag besuchte Armin Laschet Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, um ihn im Stichwahlkampf zu unterstützen.
  • In den sozialen Medien wird der CDU-Politiker nun scharf angegangen.

Update vom 24. September: Ein Auftritt von NRWs Ministerpräsident Armin Laschet im Corona-Hotspot Hamm hatte heftige Kritik nach sich gezogen. Die örtliche CDU will die Kritik allerdings so nicht stehen lassen. Die Christdemokraten hatten Laschet zum Wahlkampfauftritt in den Hammer Kurpark eingeladen, wie unter anderem die Webseite wa.de* berichtete.

Natürlich seien die Corona-Regeln eingehalten worden, betonte der Hammer CDU-Vorsitzende Arnd Hilwig. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Veranstaltungsfläche im Kurpark waren bekannt. Es habe außerdem auf dem Veranstaltungsgelände eine Maskenpflicht gegolten. Nur auf den Sitzplätzen sowie am Rednerpult hätten die Gäste ihren Mund-Nase-Schutz abnehmen dürfen, erklärte Hilwig weiter. 

Hamm Corona-Hotspot Deutschlands: Laschet-Auftritt sorgt für Wut - „Einfach nur peinlich“

Erstmeldung: Hamm - Seit Monaten sorgt das Coronavirus* Sars-CoV-2 täglich für Gesprächsstoff: steigende Fallzahlen, die Lage in anderen europäischen Staaten, Einschätzungen von Experten, neue Einschränkungen. Auch der Mund- und Nasenschutz gehört seit Monaten zu dem Leben der Menschen hinzu, eine Änderung ist bislang nicht abzusehen - und Verstöße gegen diese Pflicht sorgen immer wieder für Aufsehen.

Während sich in einigen europäischen Staaten die Corona-Lage mehr und mehr zuspitzt und bereits die Rede von einer sogenannten zweiten Corona-Welle* ist, sorgen in Deutschland immer wieder einzelne Corona*-Hotspots für Aufmerksamkeit. Besonders im Fokus: Hamm in Nordrhein-Westfalen. Mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 87,1 liegt der Ort deutlich über der kritischen Marke von 50. Insgesamt 164 Personen sind mit Covid-19 infiziert.

Coronavirus in NRW: Laschet macht Wahlkampf in Hotspot-Gebiet - ohne Maske

Was nun in den sozialen Medien für gehörigen Unmut sorgt, sind ausgerechnet Bilder von einer Veranstaltung in Hamm, an der auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet* teilgenommen hat. Laschet hielt sich am Samstag (19. September) in Hamm auf und „besuchte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, um ihn im Stichwahlkampf zu unterstützen“, wie auf dem offiziellen Twitter-Account der CDU in Nordrhein-Westfalen zu lesen ist. Im Kurpark in Hamm hielt Laschet eine Rede. Die Bilder, die der Twitter-Account postete, sorgte jedoch für viel Aufsehen.

Corona-Hotspot Hamm: Veranstaltung ohne Maske und Mindestabstand - Kritik auf Twitter

Auf Twitter hagelte es indes jede Menge Kritik, weil die Corona-Maskenpflicht und der Mindestabstand den Bildern zufolge nach nicht eingehalten wurde. So schrieb ein Twitter-User beispielsweise: „Keiner trägt eine Maske und 1,5-Meter-Abstand halten gilt wohl auch nicht. Haben denn wenigstens die Leute ihre richtigen Kontaktdaten abgegeben? So etwas ist einfach nur peinlich. [...].“

Ein anderer User postete einen Tweet, in dem er kritisierte: „Beim Nachfahren von Karl dem Großen Armin Laschet gelten bei Veranstaltungen andere Abstands- und Maskenregeln, als für den Rest der Gesellschaft. [...] Peinlich und traurig!“

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Netzwerks

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