Bundestagswahl 2021

Schlimmer Seitenhieb gegen Armin Laschet? TV-Moderator sorgt für Lacher im Internet

Kanzlerkandidat Armin Laschet war in der ARD-Sendung „Farbe bekennen“ zu Gast. Die Abmoderation des Moderators sorgt für Lacher im Netz.

  • Wenige Monate vor der Bundestagswahl entscheidet sich die Union für einen Kanzlerkandidaten.
  • Der CDU-Bundesvorstand hat mehrheitlich für Laschet gestimmt.
  • Auf Twitter sorgt eine Abmoderation nach einem Auftritt von Laschet für Lacher.

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+++ Mittwoch, 21.04.2021, 17.02 Uhr: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet war am Dienstag (20.04.2021) zu Gast in der ARD-Interviewreihe „Farbe bekennen“. Moderiert wird die Sendung von Oliver Köhr und Tina Hassel. Nun sorgt Köhrs Abmoderation der Sendung auf Twitter für Lacher: „Am Tag, an dem die Union geklärt hat, dass Armin Laschet ihr Kanzlerkandidat wird - ‚Um Himmels Willen‘“.

Der ARD-Moderator liefert damit vermutlich unfreiwillig einen witzigen Moment, da mit „Um Himmels Willen“ lediglich der Titel der nachfolgenden Sendung gemeint war. Dass Köhr eine etwas längere Pause zwischen dem Namen des Programms und dem Zusatz „heißt die nachfolgende Sendung“ ließ, sorgt für reichlich Amüsement unter den Twitter-Usern.

K-Frage bei der Union: Daniel Günther äußert sich zu Laschet und Söder

+++ 13.00 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Entscheidung der Unionsparteien über die Kanzlerkandidatur von CDU-Chef Armin Laschet begrüßt. Es sei „gut, dass jetzt eine Entscheidung da ist“, sagte Günther am Dienstag in Kiel. Er freue sich „ausdrücklich“ darüber, dass diese zugunsten von Armin Laschet ausgefallen sei, und habe dessen Kandidatur persönlich unterstützt.

Zugleich zolle er auch Markus Söder „großen Respekt“ für sein Verhalten der vergangenen Tage. Die Debatte innerhalb der Union um die Kandidatur sei in seinen Augen kein Fehler gewesen, sondern „ein Zeichen gelebter Demokratie“, sagte Günther vor Journalisten. Zu dieser gehörten Diskussionen, auch über Personen. Zur Demokratie gehöre aber auch, diese durch Mehrheitsentscheide zu beenden. Die Frage, ob Laschet oder Söder der bessere Kandidat seien, sei in der CDU „umstritten“ gewesen, fügte Günther an. Das gelte auch für seinen eigenen Landesverband.

Der Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet war im ARD zu Gast. Eine Abmoderation sorgt für Lacher im Netz. (Archivfoto)

Er sei zugleich „sehr, sehr optimistisch“, dass CDU und CSU nach der Entscheidung für Laschet Geschlossenheit herrsche. Der „weit überwiegende Teil“ der Mitglieder und Wähler sei „erleichtert“, betonte Günther, der auch Landeschef in Schleswig-Holstein ist.
Der Kieler Regierungschef begründete seine eigene Unterstützung der Kandidatur Laschets unter anderem mit dessen nationalem und europäischen „Blick über den Tellerrand“.

Laschet habe über Jahre hinweg verlässlich bewiesen, dass er „für Europa brennt“, fügte Günther an. Dies sei für einen Bundeskanzler unverzichtbar, da dieser „eine unglaublich wichtige Funktion in Europa“ einnehme. Bei der Abwägung über die unbestrittenen Qualitäten der beiden Kandidaten habe dies „für mich persönlich den Ausschlag gegeben“.

+++ 12.18 Uhr: Wenige Minuten nach Söders Pressekonferenz wird deutlich, wie schwer dem bayerischen Ministerpräsidenten dieser Schritt gefallen sein muss. CSU-Generalsekretär nannte den 54-Jährigen den „Kandidaten der Herzen“. Nach dem Pressestatement stand Söder für keine Fragen von Journalistinnen und Journalisten zur Verfügung, was sonst regelmäßig der Fall ist.

K-Frage der Union: Söder mit emotionalem Statement – „Kandidat der Herzen“

+++ 12.12 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union akzeptiert. „Mein Wort, das ich gegeben habe, gilt“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag in München. „Die Würfel sind gefallen, Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union.“ Er werde Laschet ohne Groll und mit voller Kraft unterstützen. Nun gehe es darum zusammenzustehen. Söder zieht damit rund zwölf Stunden nach dem Beschluss des CDU-Führungsgremiums seinerseits einen Schlussstrich unter den seit mehr als einer Woche bestehenden Machtkampf mit Laschet um die Kandidatur.

+++ 12.10 Uhr: Die kurze Pressekonferenz ist beendet.

+++ 12.08 Uhr: Nach Söder spricht Markus Blume, CSU-Generalsekretär. Blume betont ebenfalls, dass die CSU hinter Laschet stehe.

+++ 12.07 Uhr: Söder spricht von einem „außerordentlich schwierigen Wahlkampf“, in dem die „CSU ihren Beitrag zum gemeinsamen Erfolg“ leisten wolle. Er habe Laschet persönlich angerufen, um ihm zu gratulieren.

+++ 12.05 Uhr: Söder leitet umgehend mit der Entscheidung zur K-Frage ein: „Die Würfel sind gefallen. Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union.“

+++ 12.04 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt.

+++ 12.00 Uhr: In wenigen Minuten will sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zur K-Frage der Union äußern. Das Statement können Sie an dieser Stelle im Live-Ticker verfolgen.

+++ 10.40 Uhr: CSU-Chef Markus Söder wird sich bereits um 12.00 Uhr zum CDU-Vorstandsvotum äußern, berichtet merkur.de. Laut Informationen der Bild will Söder die Entscheidung des CDU-Vorstands für Laschet offenbar akzeptieren.

K-Frage: Lenkt Söder ein? – Statement angekündigt

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat am Dienstagmorgen (20.04.2021) erneut die Entscheidung des Vorstandes für Laschet betont. „Der CDU-Bundesvorstand hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir haben viele Stunden diskutiert und die Argumente gewogen. Die Entscheidung für Armin Laschet erfolgte schließlich mit großer Mehrheit. Dem sollten wir uns nun alle verpflichtet fühlen!“, schrieb er auf Twitter.

+++ 10.00 Uhr: Der CDU-Bundesvorstand hat sich für Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Nach einer sechsstündigen Sitzung stellte sich das Führungsgremium am frühen Dienstagmorgen (20.04.2021) mit einer klaren Mehrheit hinter den CDU-Chef. Das berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“.

Armin Laschet (l) und Markus Söder: Wer wird der Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl im September? Die Entscheidung steht offenbar kurz bevor. (Archivbild)

Söder vs. Laschet – CDU-Vorstand steht hinter Parteichef

In der digitalen Sondersitzung stimmten 31 von 46 Vorstandsmitgliedern in geheimer Wahl für Laschet. Neun Stimmen fielen auf CSU-Chef Markus Söder, sechs enthielten sich. Damit könnte der tagelange Machtkampf um die K-Frage entschieden sein. Denn bereits am Montag (19.04.2021) entschied sich die CSU die Verantwortung anlässlich der Entscheidung in die Hände der CDU zu legen. „Wir als CSU und auch ich respektiere jede Entscheidung“, so Markus Söder. Er hatte im Vorfeld der Abstimmung deutlich gemacht, dass Laschet Kanzlerkandidat werde, wenn der CDU-Bundesvorstand dies beschließe. An der Sitzung selbst wollte er aber nicht teilnehmen.

Entscheidung um K-Frage geklärt? Bundesvorstand stimmt für Laschet

Ob die K-Frage nun abschließend geklärt ist, wird sich voraussichtlich im Laufe des Tages zeigen. Am Nachmittag tagt die Sitzung der Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU. Hier gab es vor einer Woche mehrheitliche Befürworter für Söder. Der CSU-Chef hat für den frühen Nachmittag ein Statement angekündigt. Um 13 Uhr will sich der CSU-Chef am Rande einer Fraktionssitzung im Landtag in München zu Wort melden, berichtet merkur.de.

Die Union steht allerdings zunehmend unter Druck. In nur wenigen Monaten beginnt die Bundestagswahl. Außerdem haben bereits die Grünen mit Parteichefin Annalena Baerbock und die SPD mit Olaf Scholz ihre Kanzlerkandidaten präsentiert.

Wer wird Kanzlerkandidat der Union? Söder überlässt Laschets CDU die Verantwortung

+++ 18.57 Uhr: Armin Laschet (CDU) hat seine Kritiker beim Sondertreffen des CDU-Bundesvorstandes offenbar dazu aufgefordert, aus der Deckung zu kommen, berichtet merkur.de. Er habe das Spitzengremium demnach zu einer „offenen Debatte“ über die Frage ermutigt, wer Kanzlerkandidat der Union werden soll.

„Nur wenn wir offen, ganz transparent sind, haben wir eine Chance, gestärkt in die nächsten Wochen und in den Wahlkampf zu gehen“, sagte Laschet laut der dpa. Zum Auftakt des Treffens hatte Laschet seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur erneut betont. „Es geht um die besten Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen. Und ich bin bereit, für uns die Kandidatur zu übernehmen“, sagte Laschet nach Informationen der dpa. Das von ihm einberufene Treffen begann gegen 18 Uhr.

Wann es zu einer Entscheidung des CDU-Vorstands kommt, ist bislang offen. „Ob es heute zu einer Abstimmung des Bundesvorstands kommt, wird der Verlauf der Sitzung zeigen“, hieß es am Montagabend aus Teilnehmerkreisen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Am Nachmittag hatte Laschet angekündigt, er hoffe, dass man dann „sehr schnell in dieser Woche“ zu Entscheidungen komme. Laschet hatte CSU-Chef Markus Söder angeboten, an der Sitzung teilzunehmen. Der bayerische Ministerpräsident lehnte dies jedoch ab.

Wer wird Kanzlerkandidat der Union? Söder überlässt Entscheidung der CDU

+++ 14.52 Uhr: Die Union steht bei der Nominierung ihres Kanzlerkandidaten unter großem Druck: Seit über einer Woche streiten CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder um die Kandidatur - und auch nach intensiven Gesprächen bis in die Nacht zum Montag (19.04.2021) gibt es bislang kein Ergebnis.

Nun überschlagen sich die Ereignisse. Nachdem Markus Söder am Vormittag eine Pressekonferenz nach der kurzfristig angesetzten Sitzung des CSU-Präsidiums angekündigt hatte, preschte Armin Laschet mit einem eigenen Presse-Statement vor.

Wer wird Kanzlerkandidat der Union? Laschet will „einen Vorschlag unterbreiten“

„Auch wir werden unseren Kanzlerkandidaten bald bestimmten“, sagt Laschet bezogen auf die Nominierung von Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin für die Grünen. Am Abend um 18 Uhr solle der CDU-Bundesvorstand erneut zusammenkommen.

„Wir müssen sehr viel miteinander reden. Das Ziel ist, dass die Union diese Bundestagswahl gewinnt. Wie wir dahin kommen - das werden wir heute Abend beraten. Ich werde einen Vorschlag unterbreiten“, schließt er. Zu der Präsidiums-Sitzung hatte Laschet auch seinen Kontrahenten Söder eingeladen, der die Einladung allerdings ausgeschlagen hat mit dem Hinweis, dass die Angelegenheit zunächst „in der jeweiligen Familie“ besprochen werden sollte.

Markus Söder gibt in der Kanzler-Frage nicht nach: Er betonte während einer Pressekonferenz am Montag zwar, dass er die Entscheidung alleine der großen Schwester CDU überlassen werde - wies aber explizit erneut auf seine guten Umfragewerte hin.

Streit um die Kanzlerkandidatur in der Union: Söder will Entscheidung der CDU überlassen

CSU-Chef Markus Söder hat der CDU das Entscheidungsrecht über die Kanzlerkandidatur der Union gegeben. Er habe seine Kanzlerkandidatur angeboten und halte an diesem Angebot fest, sagte Söder am Montag im Anschluss an die Präsidiumssitzung seiner Partei in München. Die Entscheidung darüber, ob dieses Angebot angenommen werde, könne aber nur die CDU als größere der beiden Schwesterparteien treffen.

„Wir als CSU und auch ich, wir respektieren jede Entscheidung.“ Er machte erneut auf seine guten Umfragewerte aufmerksam und bat die CDU-Parteiführung, dieses „Meinungsbild abzulesen“. Zudem versicherte Söder, dass falls sich die CDU für ihren Vorsitzenden Laschet als Kanzlerkandidaten entscheiden sollte, er „ohne Groll“ Wahlkampf für die Union betreiben werde.

Machtkampf um die Kanzler-Frage geht weiter: Söder hält an Kandidatur fest - Pressekonferenz angekündigt

+++ 10.52 Uhr: Die Ereignisse rund um die ungelöste K-Frage in der Union überschlagen sich - zunächst wurde vermutet, es könnte am heutigen Montag (19.04.2021) eine Einigung geben. Denn das CSU-Präsidium hat für 13 Uhr eine kurzfristige Sitzung einberufen und CSU-Chef Markus Söder für den Anschluss eine Pressekonferenz angekündigt (gegen 14 Uhr).

Doch nun berichtet die Nachrichtenagentur AFP, dass es voraussichtlich keine Entscheidung am Montag geben wird. CSU-Chef Markus Söder werde sich auch nach den jüngsten Gesprächen mit CDU-Chef Armin Laschet nicht von seiner Bewerbung zurückziehen, erfuhr die AFP am Montag aus Söders Umfeld.

K-Frage in der Union: Söder kündigt Pressekonferenz für 14 Uhr an

+++ 10.24 Uhr: Armin Laschet oder Markus Söder? Die K-Frage spaltet seit über eine Woche die Union - doch heute könnte sich tatsächlich eine Lösung Abzeichen und die Entscheidung fallen, ob der CDU- oder der CSU-Chef als Kanzlerkandidat für die Union antritt.

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, will die CSU-Spitze am heutigen Montag (19.04.2021) um 13 Uhr kurzfristig zu Beratungen zusammenkommen. Im Anschluss gegen 14 Uhr wollen Markus Söder und CSU-Generalsekretär Markus Blume eine Pressekonferenz geben.

Seit mehr als einer Woche streiten CDU-Chef Armin Laschet und Söder, wer von ihnen als Kanzlerkandidat für die Union zur Bundestagswahl am 26. September 2021 antritt. Eigentlich hatten sie bis Sonntag eine Lösung präsentieren wollen. In der Nacht zum Montag berieten beide rund dreieinhalb Stunden in einem Gebäude des Bundestags in Berlin - aber ohne Ergebnis.

Machtkampf um die Kanzler-Frage: Gespräche bis tief in die Nacht - Einigung bleibt aus

Update vom Montag, 19.04.2021, 9.22 Uhr: CSU-Chef Markus Söder und CDU-Chef Armin Laschet haben sich am späten Sonntagabend (18.04.2021) im Bundestagsgebäude getroffen. Die beiden Vorsitzenden hatten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit ihren engsten Vertrauten rund dreieinhalb Stunden beraten. Wie die Bild berichtet, waren die Gespräche erst gegen 1.15 Uhr beendet. Und obwohl vermutet wurde, dass hier zeitnah eine Entscheidung hinsichtlich der Kanzlerkandidatur der Union getroffen wird, gab es keine Einigung.

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich die Junge Union (JU) mit großer Mehrheit hinter Söder gestellt, so die dpa. Damit habe sich der Druck auf Laschet enorm erhöht. „Die beiden Kandidaten hatten genug Zeit, zu einer Entscheidung zu kommen. Dies ist nicht geschehen und jetzt sehen wir uns gezwungen, uns zu positionieren. Dies ist mit deutlicher Mehrheit für Markus Söder erfolgt“, erklärte JU-Chef Tilman Kuban. 14 der 18 Landesvorsitzenden der JU sollen sich für Söder ausgesprochen haben.

Eine endgültige Entscheidung im Machtkampf wird vermutlich noch eine Weile dauern, was den Druck auf die Union erhöht. Schließlich steht bereits in wenigen Monaten die Bundestagswahl bevor. Gleichzeitig präsentieren am Montag (19.04.2021) die Grünen ihren Kanzlerkandidaten. Nach aktuellen Umfragen bilden sie nach der Union die stärkste Kraft in Deutschland.

Steht Entscheidung zur K-Frage kurz bevor? Söder und Laschet beraten sich in Berlin

+++ 21.17 Uhr: Markus Söder (CSU) ist in Berlin gelandet. Dort soll er sich mit CDU-Chef Armin Laschet für weitere Gespräche treffen. Das berichtet die ARD in der Tagesschau. Die potenziellen Kanzlerkandidaten der Union sollen zur Stunde zusammensitzen. Sowohl von der CDU als auch von der CSU gab es bislang keine Stellungnahme.

+++ 19.45 Uhr: CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Markus Söder (CSU) wollten spätestens heute bekannt geben, wer der Kanzlerkandidat der Union wird. Bisher gab es allerdings noch keine Einigung. Die Unterstützung für Laschet scheint jedoch abzunehmen. Immer mehr Bundestagsabgeordnete und auch Ministerpräsidenten sprechen sich für Söder aus. Das berichtet der TV-Sender RTL.

Laut RTL-Informationen soll Markus Söder allerdings am Abend in Berlin gelandet sein. Er kam mit einem Privatjet aus Nürnberg. Ob nun doch zeitnah die Entscheidung zur Kanzlerkandidatur fällt, ist allerdings unklar. Am Montag (19.04.2021) soll der Bundesvorstand der CDU tagen. Auch hier könnte dann eine Entscheidung fallen.

Machtkampf um die K-Frage in der Union: Keine Einigung am Sonntag?

+++ 13.44 Uhr: Der Streit um die K-Frage der Union geht offenbar weiter. Eigentlich hatten sich sowohl CDU-Chef Armin Laschet als auch CSU-Chef Markus Söder selbst eine Frist bis Ende der Woche gesetzt - doch die scheint nun zu verstreichen. Nach Informationen der Bild werden sich CSU- und CDU-Chef wohl am Sonntag nicht einigen - die Union steht also weiter ohne Kanzlerkandidat da. Demnach soll sich wohl auch die Junge Union erst am Montag auf die Seite eines Kandidaten stellen - hier soll Söder mehr Befürworter haben als sein Kontrahent Laschet.

Derweil reißt einigen CDU-Landesverbänden mittlerweile der Geduldsfaden in der Kandidatenfrage. Der Vorsitzende des CDU-Landesverbandes Hamburg, Christoph Ploß, wird am Sonntag deutlich und fordert eine schnelle Einigung zwischen Markus Söder und Armin Laschet - ansonsten fordert er eine Kampfabstimmung in der Bundestagsfraktion: „Ich erwarte von den Parteivorsitzenden, dass sie bis morgen eine gemeinsame Lösung präsentieren“, sagte Ploß der Rheinischen Post. „Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, kann über die Kanzlerkandidatur nur die Bundestagsfraktion als einziges gemeinsames Gremium von CDU und CSU entscheiden.“

Ploß drohte auch Konsequenzen an: Er kündigte an, dass die Hamburger CDU dem Vorbild der CDU Berlin folgen und sich öffentlich für einen der Kandidaten aussprechen wird, sollte bis Dienstag (20.04.2021) kein Kanzlerkandidat feststehen. Der CDU-Landesverband Berlin war als erster vorgeprescht und hatte sich offiziell für Markus Söder als Kanzlerkandidat ausgesprochen.

CDU/CSU: Machtkampf um die K-Frage in der Union: Zerstört Markus Söder die CDU?

Update vom Sonntag, 18.04.2021, 10.52 Uhr: Die nach wie vor offene Frage der Kanzlerkandidatur spaltet die Union. Kommt es heute zum Showdown zwischen CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder? Zumindest hatten beide angekündigt, bis Ende dieser Woche zu einer Lösung in der K-Frage zu kommen.

Jetzt äußerte sich Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) mit deutlichen Worten und einer Warnung vor einer Kampfabstimmung in der Union: „Ansonsten drohen Gräben aufgerissen zu werden, die sich nur schwer wieder zuschütten lassen“, sagte er der Funke Mediengruppe. Linnemann bekennt sich - anders als einige andere führende Unions-Politiker - klar zum CDU-Chef Laschet und stärkt ihm den Rücken: „Er hat in NRW bewiesen, dass er die CDU breit aufstellen und mit nur einer Stimme Mehrheit regieren kann.“

Streit um die K-Frage in der Union: Schafft Markus Söder einen Präzedenzfall?

Aktuell wird deutlich, wie sehr es der Union an einer klaren Regelung zur Findung eines Kanzlerkandidaten fehlt. Bislang haben sich beide Parteien an ein ungeschriebenes Gesetz gehalten, in dem ein direktes Konkurrieren um Ämter und Macht ausgeschlossen wurde. Doch Markus Söder durchbricht mit seinem Streben nach der Kanzlerkandidatur dieses „Gesetz“ und könnte damit einen Präzedenzfall schaffen.

Davor warnt der CDU-Politiker Dennis Radtke aus Nordrhein-Westfalen, wie fr.de berichtet. Denn bisher habe sich die CDU aus Bayern rausgehalten und sich auf die anderen 15 Bundesländer konzentriert - das könnte sich dann ebenfalls ändern, wie Radtke am Samstag (17.04.2021) dem ZDF-Hauptstadtstudio sagte: „Wenn Söder die Kanzlerkandidatur erzwingen will, wenn er die CDU zerstören will, dann darf die Gründung der CDU in Bayern kein Tabu mehr sein.“

Machtkampf um die K-Frage in der Union: Showdown am Wochenende? Zwei Umfragen könnten Wende bringen

Update vom Samstag, 17.04.2021, 14.30 Uhr: „Die CDU hat ihren Kompass verloren, unsere Wählerinnen und Wähler wissen nicht mehr, wofür wir eigentlich stehen“, so Friedrich Merz. Er ging am Samstag (17.04.2021) bei seiner Rede anlässlich seiner Nominierung zum Bundestagskandidaten für den CDU-Kreisverband Hochsauerland in Nordrhein-Westfalen auf den Zustand der CDU ein - und natürlich auf die ungelöste K-Frage. Merz fordert eine schnelle Entscheidung: „Einigt Euch, Markus Söder und Armin Laschet. Dieses Land braucht Perspektive. Dieses Land braucht Führung. Und die CDU und die CSU werden gebraucht als politisch führende Kraft dieses Landes.“

Und die Entscheidung könnte tatsächlich bald anstehend: Wie merkur.de berichtet, soll die Entscheidung der K-Frage bis Sonntag (18. April) fallen. Armin Laschet und Markus Söder hatten bis tief in die Nacht zu Samstag miteinander gesprochen und die Gespräche am Samstag fortgeführt.

Ungelöste K-Frage in der Union: Ergebnisse von zwei Umfragen könnten Entscheidung beeinflussen

Zudem könnten auch die Ergebnisse von zwei aktuellen Umfragen bei der Entscheidungsfindung von großer Bedeutung sein. Laut einem Vorabbericht einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar, die vom Nachrichtenmagazin Focus in Auftrag gegeben wurde, empfindet eine Mehrheit den Umgang von CSU-Chef Markus Söder bei der Findung eines Kanzlerkandidaten als positiver als das vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Befragt wurden 506 Teilnehmer, von denen 48 Prozent der Befragten das Verhalten von Markus Söder als „sehr gut“ oder „eher gut“ bewerteten, während es bei Armin Laschet nur 39 Prozent sind.

K-Frage der Union: Söder oder Laschet? Der Kanzlerkandidat hat Einfluss auf die Wahlentscheidung

Eine weitere Umfrage hat ergeben, dass es für über 50 Prozent der Deutschen einen Unterschied für ihre Wahlentscheidung macht, ob Laschet oder Söder bei der Bundestagswahl als Kanzlerkandidat antritt. Aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Business Insider  geht hervor, dass der Wahlerfolg der Union bei der Bundestagswahl vom Kanzlerkandidaten abhängt - den die Hälfte der Befragten gab an, dass es für sie einen Unterschied bei der Wahlentscheidung macht, ob Söder oder Laschet antritt. Ob die Befragten Laschet oder Söder bevorzugen, geht aus der Umfrage nicht hervor.

Allerdings liegt der CSU-Chef Söder bei einigen Umfragen der vergangenen Wochen weit vor dem CDU-Chef Laschet. Laut dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend halten 44 Prozent der Bundesbürger und 72 Prozent der Unions-Anhänger Söder für den besseren Kanzlerkandidaten. Wohingegen nur 15 Prozent der Bundesbürger und 17 Prozent der Unions-Anhänger Laschet für besser geeignet halten.

Machtkampf um die Kanzler-Frage der Union: Söder oder Laschet? - CSU-Chef in der Wählergunst weit vorn

Update vom Freitag, 16.04.2021, 07.30 Uhr: Wer wird Kanzler-Kandidat der Union - Söder oder Laschet? Sowohl der CSU- als auch der CDU-Chef haben eine Einigung in der K-Frage für dieses Wochenende angekündigt. Derweil liegt CSU-Chef Markus Söder einer Umfrage zufolge weiter deutlich vor CDU-Chef Armin Laschet.

Laut dem von infratest dimap erhobenen Deutschlandtrend des ARD-“Morgenmagazins“ vom Freitag (16.04.2021) halten 44 Prozent der Bundesbürger und 72 Prozent der Unions-Anhänger den bayerischen Ministerpräsidenten für den geeigneteren Kandidaten, um die Unionsparteien in die Bundestagswahl zu führen. Lediglich 15 Prozent der Bundesbürger und 17 Prozent der Unions-Anhänger sehen demnach im NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet den geeigneteren Kandidaten. 33 Prozent der Wahlberechtigten halten beide für nicht geeignet. Die Befragung fand Dienstag und Mittwoch statt, berichtet die dpa.

Markus Söders Umfragewerte sind schon länger wesentlich höher, worauf der bayerische Ministerpräsident auch regelmäßig selbst verweist. Armin laschet hingegen kontert regelmßig, dass such Umfargewerte auch schnell ändern könnten. Aus einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die Bild-Zeitung geht hervor, dass die Union mit einem Kanzlerkandidaten Laschet auf 27 Prozent käme, mit Söder auf 38 Prozent. Diese Befragung fand am Donnerstag statt.

Machtkampf um die Kanzler-Frage spitzt sich zu: Ministerpräsident fordert Söder zum Rückzug auf

Update vom Donnerstag, 15.04.2021, 19.51 Uhr: Die Union ringt weiter um eine Lösung in der Kanzler-Frage. Im Machtkampf zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder steigt die Spannung. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat Söder nun zum Rückzug aufgefordert. „Präsidium und Bundesvorstand der CDU mit allen Landesverbänden und Vereinigungen haben sich am vergangenen Montag eindeutig für Armin Laschet ausgesprochen“, sagte Günther dem Spiegel.

Söder habe klargestellt, dass er in diesem Fall ohne Groll die Kandidatur des CDU-Vorsitzenden unterstütze. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass das Wort eines CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten gilt. Langsam wird es aber Zeit, diese klare Zusage auch einzulösen“, sagte Günther. Er drängte die Unions-Politiker zu einer schnellen Entscheidung: „Darüber muss es bis zum Ende der Woche ein abschließendes Gespräch zwischen den beiden Parteivorsitzenden geben“, sagte Günther. Die Bild berichtete am Nachmittag unter Berufung auf einen „Insider“, eine Entscheidung könnte „in den nächsten Stunden“ gefällt werden.

Söder oder Laschet: Ministerpräsidenten positionieren sich

Zuvor schien sich Reiner Haseloff (CDU) als erster Ministerpräsident für Söder auszusprechen. „Leider geht es jetzt nur um die harte Machtfrage: Mit wem haben wir die besten Chancen?“, sagte der Landeschef von Sachsen-Anhalt dem Spiegel. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak stellte sich hingegen hinter Laschet. Ziemiak verwies auf die Unterstützung in CDU-Präsidium und -Vorstand für Laschet. Er habe selten so viel Einmütigkeit erlebt wie in diesen Sitzungen, sagte Ziemiak. „Armin Laschet ist der richtige Kandidat, um zu einen und zusammenzuführen“, sagte Ziemiak im Focus.

Die Opposition reagiert unterdessen zunehmend fassungslos auf den Streit von CDU und CSU in der Kanzler-Frage*. „Dass sich die Schwesterparteien der Union nicht rechtzeitig um ein geregeltes Verfahren bemüht haben und die K-Frage jetzt auf offener Bühne inmitten der dritten Welle der Pandemie austragen*, könnte unpassender kaum sein“, sagte FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae am Donnerstag Merkur.de. „Der Machtkampf muss endlich ein Ende finden“, forderte Thomae. Dass die „Zeit der gegenseitigen Rücksichtnahme vorbei“ sei, sei ein schlechtes Vorzeichen auch für die Geschlossenheit der Union in Wahlkampf und Regierung und damit auch für das Land.

Kanzler-Kampf in der Union: Söder oder Laschet? Entscheidung in dieser Woche

+++ 20.40 Uhr: Nach einem kurzen Gespräch mit Armin Laschet über die Kanzlerkandidatur, hat Markus Söder eine Entscheidung noch für diese Woche angekündigt: „Man muss das Ergebnis jetzt auch sacken lassen, für jeden einzelnen. Armin und ich haben vereinbart, dass wir uns in dieser Woche auch abschließend dann besprechen werden, wie es weitergehen wird“, so Söder am Dienstagabend (13.04.2021) in Berlin.

Auch Laschet hat sich geäußert und spricht von einer „sehr guten Diskussion“ bezüglich der Kanzler-Frage. Ziel sei es nun, sich schnell zu einigen: „Ich will, dass wir sehr schnell, sehr bald, möglichst in dieser Woche zu einer guten Entscheidung kommen.“

Söder und Laschet schielen auf Kanzler-Posten - CSU-Chef zeigt sich gerührt

+++ 19.49 Uhr: Markus Söder hat weitere Gespräche mit CDU-Chef Armin Laschet angekündigt und spricht von einer gemeinsamen, guten Lösung: „Es geht nur gemeinsam, und nur wenn wir uns miteinander verständigen“, so der CSU-Vorsitzende laut Teilnehmern am Ende der Debatte auf der Fraktionssitzung. Söder werde „alles tun“, sodass man „am Ende zu einer guten Lösung“ komme. Darüber hinaus sei es wichtig, jetzt einen „gemeinsamen Weg“ zu finden.

Der bayerische Ministerpräsident soll sich von der Debatte und dem Zuspruch „beeindruckt“, sowie gerührt und bewegt gezeigt haben. Es sei demnach auch kein Schaden, dass Abgeordnete mitredeten, sagte er. Man solle dies nun wirken lassen, und dann werde er mit Armin Laschet reden.

Kanzler-Frage bei der Union: Wortmeldungen gehen zugunsten von Markus Söder

+++ 17.16 Uhr: Die heutige Fraktionssitzung der Union könnte eine lange werden. Wie merkur.de berichtet, haben sich kurz nach Beginn der Wortmeldungen bereits 40 Mandatsträger für einen Beitrag vorgemerkt. Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hatte zuvor gescherzt, dass man bis morgen Mittag fertig sein müsse, da der gebuchte Saal dann anderweitig benötigt werde.

Dominiert wird die Sitzung selbstverständlich von der K-Frage. Bisher sind die Wortmeldungen offenbar weitestgehend zugunsten von Markus Söder (CSU) ausgefallen. Angeblich wird im Saal bereits darüber nachgedacht, ob man am Ende nicht einfach abstimmen wolle. Armin Laschet (CDU), der gerne die Kanzler-Nachfolge antreten würde, dürfte einen solchen Schritt nicht begrüßen. Denn auch wenn eine Abstimmung keine Bindungskraft hätte, wäre das politische Echo zweifelsohne groß.

Kanzler-Kandidat der Union: Söder laut Umfragen meilenweit vor Laschet

Update vom Dienstag, 13.04.2021, 12.42 Uhr: In Berlin findet am Dienstag (13.04.2021) die Sitzung der CDU/CDU-Bundesfraktion statt. An der regulären Sitzung der gut 250 Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU wollen auch Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU) teilnehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilt. Nach einem Fernduell in Pressekonferenzen am Montag (12.04.2021) werden die beiden Kontrahenten im Kanzler-Kampf der Union nun auch in physischer Präsenz aufeinandertreffen.

Währenddessen zeigen Umfragen ein deutliches Bild in der Frage um die Kanzler-Nachfolge: Jüngste Ergebnisse zeigen, dass Markus Söder in der Wählergunst offenbar meilenweit vor Armin Laschet liegt und sogar Angela Merkel überholt. Das CDU-Präsidium sprach sich am Montag (12.02.2021) trotz allem für Laschet aus. Im Gespräch mit Bild.de äußerte sich Söder zum Votum: „Anscheinend hat die Umfragen niemand zu wichtig genommen.“

Nur zwölf Prozent der Bundesbürger wünschen sich Umfragen zufolge den 60-jährigen Laschet als Kanzlerkandidaten der Union. Auf den 54-jährigen Söder legten sich hingegen 46 Prozent der Befragten fest. 29 Prozent der Befragten wünschten sich einen anderen Kandidaten, 13 Prozent wollten sich nicht äußern. Das sind die Ergebnisse einer am Montag (12.04.2021) veröffentlichten Umfrage des Instituts Yougov im Auftrag des Düsseldorfer Handelsblatts.

Kanzler-Kampf in der Union: Laschet erhöht Druck auf CSU - Söder bleibt hartnäckig

+++ 17.14 Uhr: Nachdem sich das CDU-Präsidium für Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidat ausgesprochen hat, trat dieser am Montagnachmittag vor die Presse. Wie fr.de berichtet, betonte er mehrfach, dass ihm der Zusammenhalt zwischen der CDU und CSU sehr wichtig sei.

Deshalb habe er auch keinerlei Erwartungshaltung bezüglich einer potenziellen Empfehlung des CSU-Präsidiums. Noch am Montagabend soll ein Gespräch mit CSU-Chef Markus Söder stattfinden, um über das weitere Vorgehen der Schwesternparteien zu diskutieren. „Ich habe mit Markus Söder verabredet, dass wir das Verfahren gemeinsam machen werden“, so Laschet.

Armin Laschet hielt sich auf der Pressekonferenz jedoch eher zurück und positionierte sich nicht deutlich als Kanzlerkandidat der CDU/CSU. Dies könne womöglich parteitaktische Gründe haben. Allerdings machte er deutlich, was er als möglicher Bundeskanzler in seiner Legislaturperiode für Ziele verfolgen würde: Deutschland als Teil der EU, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Pandemiemanagement sowie eine klare Abgrenzung der Union zur AfD.

Zu einer möglichen Kanzlerkandidatur wird sich Montagnachmittag auch Markus Söder äußern. Wie merkur.de berichtet möchte dieser im Gegensatz zu Armin Laschet erst Ende der Woche eine endgültige Festlegung treffen. Markus Söder hat als potenzieller Kanzlerkandidat* der CDU/CSU in vielen Umfragen die deutliche Mehrheit.

Entscheidung in der K-Frage: CDU-Präsidium stellt sich hinter Laschet

Update vom Montag, 12.04.2021, 12.50 Uhr: Das Präsidium hat seine Entscheidung in der Kanzlerkandidatur der CDU gefällt und stellt sich hinter Parteichef Armin Laschet - darüber berichtet auch fr.de. Dies bestätigte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nach einer Sitzung in Berlin*. Man habe aber noch keinen Beschluss gefasst und das sei auch nicht geplant gewesen. Auch Armin Laschet (CDU) selbst betonte bereits am Sonntagabend (11.04.2021), dass dies mit Markus Söder (CSU) so vereinbart wurde.

Die Berliner CDU befürwortet derweil eine Kanzlerkandidatur von CSU-Chef Markus Söder. „Markus Söder ist der zupackende, erfolgreiche Krisenmanager, der Deutschland aus der Pandemie führen und das Land zukunftsfest machen kann“, sagte CDU-Landesvorsitzender Kai Wegner. Falls die CSU sich in einer Gremiensitzung am Montagnachmittag weiterhin für die Kandidatur Söders ausspricht, komme es laut einem Bericht von zeit.de zu einer Konfrontation beider Schwesternparteien.

K-Frage bei der Union: Markus Söder und Armin Laschet im Rennen - Präsidien beraten

Update vom Montag, 12.04.2021, 7.45 Uhr: Wen wählt die Union als Kanzlerkandidat? Zur Auswahl stehen Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU). Beide Männer sind in den letzten Tagen verstärkt in der Öffentlichkeit unterwegs. Markus Söder musste zuletzt einige Kritik an seinem Vorgehen als Ministerpräsident von Bayern und dem Impfstoff Sputnik V einstecken, während an Laschets Vorschlag eines „Brücken-Lockdowns“ kaum ein gutes Haar blieb.

Laschet jedoch wurde in seinem Vorschlag von der Kanzlerin unterstützt - Söder in seinem Alleingang nicht. Am Montag (12.04.2021) werben beide Parteichefs um die Unterstützung ihrer Kollegen. Die Entscheidung, wer die Union in der Kanzlerfrage vertritt, könnte also schon bald fallen. Die Präsidien von CDU und CSU tagen getrennt voneinander. Nach dem Abschluss der Sitzungen werden Pressekonferenzen der jeweiligen Ministerpräsidenten erwartet.

Söder oder Laschet? Ansage zur Kanzlerkandidatur - CSU-Chef macht seine Position klar

Update vom Sonntag, 11.04.2021, 15.37 Uhr: Markus Söder als Kanzlerkandidat? Das kann sich der CSU-Politiker offenbar sehr gut vorstellen. Gegenüber Teilnehmern der Unionsklausur soll der Ministerpräsident von Bayern folgendes gesagt haben: „Wenn die CDU bereit wäre, mich zu unterstützen, wäre ich bereit. Wenn die CDU es nicht will, bleibt ohne Groll eine gute Zusammenarbeit. “ Darüber berichtet die Agence France-Presse (AFP).

Söder hatte bereits vor der Klausur am Sonntag anklingen lassen, dass sowohl er als auch Konkurrent Armin Laschet (CDU) bereit seien, als Kanzlerkandidat der Union anzutreten. Offen und freundschaftlich hätten sich die beiden Konkurrenten um die K-Frage am Samstag ausgetauscht. Eine endgültige Entscheidung wurde nicht getroffen, erklärt die Deutsche Presseagentur (dpa).

K-Frage in der Union: Merz stellt sich hinter Laschet - und gegen Söder

Erstmeldung vom Samstag, 10.04.2021, 20.57 Uhr: Kassel - Nach wie vor stellt sich die Frage, wen die Union bei der Bundestagswahl 2021 ins Rennen schicken wird. Während in den vergangenen Tagen mehrere CDU-Abgeordnete aus dem Bundestag dem amtierenden CSU-Chef Markus Söder den Rücken stärkten, erhält CDU-Bundesvorsitzender Armin Laschet nun Unterstützung von seinem Parteikollegen Friedrich Merz.

In einem Interview* mit wa.de erklärt der Lobbyist, dass die CDU sich den Kanzlerkandidaten „eigentlich nicht nehmen lassen“ könne. Trotz schwacher Umfragewerte habe Laschet weiterhin gute Chancen darauf, Kanzler zu werden, so Merz.

Union sucht den möglichen Kanzler: Merz für Laschet - Söder soll in Bayern bleiben

„Umfragen sind eine Augenblickaufnahme“, meint der 65-Jährige. „Sie taugen nicht für eine dauerhafte, langfristige und personalpolitisch strategische Entscheidung“, ergänzt er. Noch im Januar dieses Jahres konkurrierten Merz und Laschet um den CDU-Vorsitz, am Ende entschied der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen das Duell für sich.

Friedrich Merz, der derzeit kein politisches Amt bekleidet, spricht sich zudem klar gegen eine Kanzlerkandidatur von Markus Söder aus, da ein CSU-Kanzler laut ihm „erhebliche Folgen für das Verhältnis zwischen CDU und CSU“ hätte. Auch mit Blick auf die bayerischen Landtagswahlen im Jahr 2023 könne es „eigentlich auch nicht im Interesse der CSU liegen, den Kanzlerkandidaten zu stellen“.

Laschet oder Söder? Stoiber gibt sich diplomatisch: „Beide haben das Zeug zum Kanzler“

Jüngst erklärte Markus Söder in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass man vorhabe, die K-Frage „zwischen Ostern und Pfingsten“ zu klären. Einen genauen Termin für die Entscheidung gibt es nicht. Sollte der gebürtige Franke das Vertrauen der Union bekommen, wäre Söder nach Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber der dritte CSU-Politiker, der zum Kanzlerkandidat gekürt würde.

Aktuelle Umfragen* sehen den bayerischen Ministerpräsidenten in der Beliebtheit jedenfalls klar vor. Zur Causa „Laschet oder Söder?“ hat sich neben Friedrich Merz inzwischen auch der ehemalige CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber in einem Interview* mit merkur.de geäußert: „Es geht doch um die gemeinsame Sache. CDU und CSU können nur im Miteinander gewinnen. Sonst stellen die Grünen den nächsten Kanzler.“

Weiter erwähnt Stoiber seine „langjährige politische und auch persönliche Verbundenheit und hohe Wertschätzung für Markus Söder“. Dennoch gibt er sich im Gegensatz zu Merz diplomatisch und legt sich nicht auf seinen CSU-Kollegen fest: „Aber entscheiden müssen letztlich Söder und Laschet gemeinsam. Beide haben das Zeug zum Kanzler.“ (Nail Akkoyun) *merkur.de, wa.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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