33.500 Menschen

Deutlicher Rückgang: Zahl der Asylbewerber in Hessen sinkt

Wiesbaden. In Hessen gab es Ende 2017 rund 33.500 Asylbewerber. Diese Zahl hat das Land am Dienstag veröffentlicht. Das bedeutet einen Rückgang von über 50 Prozent.

Insgesamt bezogen 33.500 Menschen Leistungen. Das seien 52 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Landesamt mit. Im Jahr 2016 hatte die Zahl der Asylbewerbungen in Hessen mit Anträgen von 69.900 Menschen ihren bisher höchsten Stand erreicht. 

Frauen und Mädchen machten nur etwa ein Drittel der Asylbewerber aus. Die meisten der Asylbewerber stammten aus Afghanistan, Pakistan, Irak und Iran. Im vergangenen Jahr war vor allem die Zahl von Asylbewerbern aus Syrien und Afghanistan gesunken, während prozentual mehr Menschen aus der Türkei und der Russischen Föderation Asyl suchten.

Nur etwa 13 Prozent der Empfänger von Leistungen waren älter als 40 Jahre, während ein Viertel der Asylbewerber im Alter von 18 und 25 Jahren war, 27 Prozent waren den Angaben zufolge Minderjährige.

Die meisten Asylbewerber sind in Frankfurt am Main gemeldet (2667), gefolgt vom Main-Kinzig-Kreis mit 2247 Menschen. In Nordhessen mit insgesamt 4438 Asylbewerbern leben die meisten im Schwalm-Eder-Kreis (1226). Damit sind in Nordhessen gemessen an der Einwohnerzahl weniger Asylbewerber gemeldet als im Landesdurchschnitt.

Die Ausgaben für Asylbewerber gingen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Prozent zurück - die insgesamt knapp 607 Millionen Euro brutto sind jedoch der zweithöchste Wert der letzten 20 Jahre. Die Kosten tragen zu drei Vierteln die Landkreise und kreisfreie Städte und zu einem Viertel das Land Hessen. 

Davon entfallen rund 85 Prozent auf "Regelleistungen" und 15 Prozent (92 Millionen Euro brutto) auf "besondere Leistungen". Damit sind etwa Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt gemeint. Von den "Regelleistungen" machen die sogenannten "Grundleistungen" den Großteil aus (360 Millionen Euro). Damit sind Geld- und Sachleistungen gemeint. 

(mit dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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