Bis Ende 2003

Atomenergiebehörde: Iran forschte an Atombombe

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Atomkraftwerk in Buschehr im Iran.

Wien - Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mindestens bis Ende 2003 an einem Forschungsprogramm zur Entwicklung eigener Atomwaffen gearbeitet.

Einige Aktivitäten habe es auch noch nach 2003 gegeben, allerdings seien diese "nicht über Machbarkeits- und Wissenschaftsstudien hinausgegangen", heißt es in einer am Mittwoch in Wien enthüllten IAEA-Studie. Für die Zeit nach 2009 hat die Atombehörde demnach "keine glaubhaften Hinweise" auf Aktivitäten zur Entwicklung einer Atombombe.

Über den neuen Bericht soll der IAEA-Gouverneursrat am 15. Dezember in Wien beraten. Die Behörde war über Jahre dem Verdacht einer sogenannten möglichen militärischen Dimension (PMD) des iranischen Atomprogramms nachgegangen. Teheran sah sich jetzt durch den Bericht in seiner Auffassung bestätigt, es habe mit seinen Forschungen nur friedliche Ziele verfolgt. Vizeaußenminister Abbas Araktschi sagte im iranischen Fernsehen, mit dem Bericht sei das PMD-Kapitel nun abgeschlossen.

Araktschi war selbst in die Atomverhandlungen eingebunden. Teheran hatte sich Mitte Juli mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland auf ein Atomabkommen geeinigt. Es soll dem Iran die friedliche Nutzung der Atomenergie erlauben, den Bau einer Atombombe aber verhindern. Im Gegenzug wird Teheran schrittweise von den internationalen Strafmaßnahmen befreit. Der Iran hatte zuletzt erklärt, sollte das PMD-Dossier nicht geschlossen werden, werde Teheran entscheidende Teile des Abkommens nicht umsetzen.

AFP

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