Westerwelle: "Der Teufel liegt im Detail"

Atomstreit mit Iran: Weitere Gespräche in Genf

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Irans Außenminister Mohammad-Javad Zarif.

New York - Im Atomstreit mit dem Iran sollen nach einem ersten Treffen auf Ministerebene jetzt schnell praktische Fortschritte gemacht werden.

Die fünf Ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat und Deutschland verständigten sich am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York mit dem Iran darauf, die Gespräche über dessen umstrittenes Nuklearprogramm am 15. und 16. Oktober in Genf fortzusetzen. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagte: „Wir haben einen ehrgeizigen Zeitrahmen. Wir wollen sehen, dass wir schnell Fortschritte machen.“

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach von einem neuen „Fenster der Gelegenheiten“, das sich bei der UN-Vollversammlung geöffnet habe. Er fügte aber auch hinzu: „Worte sind nicht genug. Was zählt, sind Taten, sind sichtbare Ergebnisse. Der Teufel liegt im Detail.“ Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Atombombe zu arbeiten. Deshalb gelten harte Sanktionen, die dem Land schwer zu schaffen machen.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal

Nach jahrelangem Streit trafen sich beide Seiten in der New Yorker Zentrale der Vereinten Nationen erstmals auf Ebene der Außenminister. Für den amerikanischen Ressortchef John Kerry und seinen iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif war dies die erste Begegnung überhaupt. Beide Länder haben seit mehr als drei Jahrzehnten keine diplomatischen Beziehungen mehr. In der Runde saßen Kerry und Sarif nebeneinander. Beide gaben sich auch die Hand.

Ashton sprach nach dem Treffen von einem guten Gesprächsklima. Jetzt müsse die nächste Runde in Genf genutzt werden, um das gute Klima auch „in praktische Details umzusetzen“.

dpa

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