Auch Gysi würdigt Castro: "Große Verdienste"

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Gregor Gysi (Die Linke)

Berlin - Nach den Linke-Vorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst hat auch Fraktionschef Gregor Gysi die Verdienste des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro gewürdigt.

“Fidel Castro und seine Leute haben diesen Staat erstmalig unabhängig gemacht“, sagte Gysi am Samstag in Berlin. Vor der Revolution 1959 sei Kuba ein “Bordell der USA“ gewesen. Außerdem habe Castro Armut überwunden und ein Bildungssystem und Gesundheitswesen eingeführt, wie es zuvor “für ganz Lateinamerika unvorstellbar“ gewesen sei. “Das sind die großen Verdienste, die man unbedingt sehen muss.“ Gleichzeitig mahnte Gysi aber politische Reformen in Kuba an. “Wir brauchen endlich Demokratie in Kuba. Davon sind wir noch weit entfernt.“

Das ist die Linken-Führung

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Ein Glückwunschschreiben von Lötzsch und Ernst zum 85. Geburtstag Castros, das die “Bild“-Zeitung am Samstag in Auszügen abdruckte, hatte zuvor für Empörung bei Politikern von CDU, FDP und Grünen gesorgt. Darin gratulieren die Parteivorsitzenden Castro zu einem “kampferfüllten Leben“ und “erfolgreichen Wirken an der Spitze der kubanischen Revolution“.

Castro, der Kuba fast ein halbes Jahrhundert beherrscht hatte, übergab im Sommer 2006 krankheitsbedingt alle Führungsämter an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raúl. Mittlerweise hat sich Fidel Castro ganz aus der aktiven Politik zurückgezogen.

dpa

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