Auch weiterhin Tierversuche für Kosmetik in EU

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Der Langschwanzmakake Winnie, hier bei einem wissenschaftlichen Experiment, gehört zu einer rund 20 Tiere umfassenden Affenkolonie im Magdeburger Leibniz-Institut für Neurobiologie.

Brüssel - In Europa könnte es nach Ansicht der EU-Kommission auch nach 2013 Kosmetik geben, die an Tieren getestet wurde. Ein vollständiges Verbot kommt wohl nicht wie geplant. 

Dies geht aus dem jährlichen Bericht zu alternativen Methoden für Tierversuche bei Kosmetika hervor, den die Behörde am Dienstag in Brüssel vorgestellt hat. Zwar seien Tierversuche für Schönheitsprodukte in der EU weitgehend verboten. Ausnahmen gebe es jedoch dort, wo ein hohes Risiko wie eine mögliche Krebserkrankung vermutet werde, wenn ein Produkt öfter verwendet wird.

Es werde weiterhin nach Alternativen zu Tierversuchen geforscht. Allerdings gehen die Experten in dem Bericht davon aus, dass Tierversuche nicht bis 2013 vollständig ersetzt werden könnten. Bis dahin war allerdings ein vollständiges Verbot vorgesehen. Eine Fristverlängerung wolle die Kommission zunächst nicht veranlassen.

Bereits seit 2004 sind Tierversuche für gebrauchsfertige Kosmetika in der EU verboten, seit 2009 gilt dies auch für einzelne Bestandteile. Zudem dürfen seitdem keine Kosmetikprodukte, deren Inhaltsstoffe in Tierversuchen getestet wurden, in der EU verkauft werden.

dpa

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