Biolandwirt aus dem nordhessischen Bad Zwesten hat Aussicht auf Wiederwahl ins EP

Mit Aussicht: Martin Häusling (Grüne)

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Ein Grüner der ersten Generation: Martin Häusling (53) aus Bad Zwesten-Oberurff kandidiert erneut fürs Europäische Parlament.

Bad Zwesten. Die Sorge um die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen, die Ablehnung von Atomkraft und industriell geprägter Landwirtschaft haben Martin Häusling schon vor über 30 Jahren zu einem politischen Menschen werden lassen.

Der 53-jährige Agrartechniker und Biolandwirt aus dem Dörfchen Oberurff (Schwalm-Eder-Kreis) kämpft bis heute für seine Überzeugungen.

Bei der Europa-Wahl am kommenden Sonntag hat Häusling als hessischer Spitzenkandidat der Grünen und mit Platz Acht auf der Bundesliste seiner Partei gute Aussichten auf eine Wiederwahl ins Europäische Parlament – als einer der wenigen nordhessischen Bewerber. 2009 errangen die Grünen mit ihrem Wahlergebnis von 12,1 Prozent 14 Sitze.

Martin Häusling ist ein Grüner der ersten Generation und engagierte sich bereits Anfang der 1980er-Jahre bei den Protesten der Anti-AKW-Bewegung gegen ein damals diskutiertes Atomkraftwerk im benachbarten Borken. Das politische Engagement führte 1981 dazu, dass er Mitglied der Gemeindevertretung von Bad Zwesten wurde, der er bis heute angehört. Im hessischen Landtag saß er von 2003 bis 2009, im Kreistag des Schwalm-Eder-Kreises ist er seit 2007.

www.martin-haeusling.eu

Die Landwirtschaft ist das ureigenste Metier des Oberurffers: Bereits 1985 übernahm er als 24-Jähriger den Hof seines Vaters und stellte ihn auf biologische Bewirtschaftung um, damals noch ein echtes Novum. Seit 1988 gehört der Kellerwaldhof der Bioland-Gruppe an, seit 1999 gibt es die eigene Hofkäserei.

Kein Wunder also, dass er sich auch in Brüssel vor allem mit Agrar- und Umweltthemen beschäftigte und agrarpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Europaparlament wurde. Er möchte auch künftig für die Umweltpartei europäische Politik mitbestimmen. „Die Zukunft Europas wird davon bestimmt, ob wir wirklich zukunftsfähige, grünere Antworten finden“, schreibt er auf seiner Homepage. Es brauche klare Positionen und mutige Lösungsvorschläge, um „für eine sozial gerechtere Landwirtschaft und gegen die weitere Förderung der Agrarindustrie sowie gegen einseitige Exportorientierung“ zu kämpfen. „EU-Entscheidungen betreffen jeden“, sagt der Politiker. Und hofft, dass viele ihr Wahlrecht nutzen.

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