Machtkampf mit Folgen

Australiens Premier Turnbull tritt zurück - Morrison übernimmt

+
Australiens Premier Turnbull tritt zurück.

Der australische Premierminister Malcolm Turnbull ist infolge eines Machtkampfs in seiner liberalen Regierungspartei zurückgetreten.

Canberra - Scott Morrison ist zum neuen Premierminister Australiens bestimmt worden. Der bisherige Schatzmeister der konservativen Liberalen setzte sich am Freitag in einem parteiinternen Votum gegen Ex-Innenminister Peter Dutton mit 45 zu 40 Stimmen durch, wie Partei-Generalsekretärin Nola Marino sagte. Der bisherige Premierminister Malcolm Turnbull war zu der Abstimmung nicht angetreten.

Der Abstimmung war ein parteiinterner Machtkampf vorausgegangen, in dem der populistische Ex-Innen- und Migrationsminister Dutton offen die Absetzung des Moderaten Turnbull betrieben hatte. In einem ersten parteiinternen Votum hatte sich Turnbull am Dienstag noch gegen Dutton durchgesetzt und war damit zunächst Regierungschef geblieben.

Dutton forderte jedoch eine zweite Abstimmung; Turnbull erklärte daraufhin er werde aus der Politik ausscheiden, sollte seine Partei ihn nicht länger unterstützen. Kurz vor dem Votum vom Freitag gab Turnbull bekannt, er habe eine Petition erhalten, aus der hervorgehe, dass die Mehrheit der Partei nicht mehr hinter ihm stehe.

Morrison gilt als Verbündeter Turnbulls. Dass er sich in der Abstimmung am Freitag durchsetzte, ist ein Schlag für Dutton.

dpa, afp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.