Australier auf Hinrichtungsinsel in Indonesien gebracht

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Auf der Insel Nusakambangan vollstrecken indonesische Erschießungskommandos die Todesstrafe. Foto: Mast Irham

Jakarta (dpa) - Zwei in Indonesien wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilte Australier sind in ein Hinrichtungsgefängnis verlegt worden. Schwer bewaffnete Polizisten hatten Andrew Chan (31) und Myuran Sukumaran (33) einem Gefängnissprecher zufolge von der Haftanstalt in Bali abgeholt.

Wie der Fernsehsender TV One berichtete, wurden sie zunächst nach Cilacap auf Java geflogen und dann in getrennten Booten auf die Insel Nusakambangan gebracht.

Nusakambangan liegt vor der südlichen Küste Javas und wird als Hinrichtungsinsel bezeichnet. Obwohl Angehörige, Anwälte und die australische Regierung seit Wochen Gnade für die Männer fordern, steht ihnen voraussichtlich noch in diesem Monat die Hinrichtung bevor.

Australiens Premierminister Tony Abbott sagte ABC Radio, seine Regierung werde bis zur letzten Minute Druck ausüben, um die Hinrichtung aufzuhalten. "Wir verabscheuen Drogenkriminalität, aber wir verabscheuen auch die Todesstrafe."

Der indonesische Botschafter in Australien, Nadjib Riphat Kesoema, verteidigte die Strafe, wie der Medienkonzern News Corp berichtete. Drogen kosteten jeden Monat viele Leben - und alle seien von diesen Menschen vergiftet worden, wurde Kesoema zitiert. Bereits im Januar waren fünf Ausländer und eine Indonesierin wegen Drogenhandels hingerichtet worden.

Facebook-Gruppe Freunde von Sukumaran

Facebook-Gruppe Freunde von Chan

SBS-Dokumentation

Zeitungsbericht Hinrichtungsinsel

Petition für Gnade

Interview mit Sukumarans Schwester und Mutter

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