Autofahrer nehmen beim „Blitz-Marathon“ Fuß vom Gas

Hannover. Positive Bilanz des Blitzlicht-Gewitters: Binnen 24 Stunden hat die Polizei in Niedersachsen deutlich weniger Autofahrer mit zu hohem Tempo erwischt als bei herkömmlichen Kontrollen.

Beim ersten bundesweiten „Blitz-Marathon“ hat die Polizei in Niedersachsen 112.000 Autofahrer kontrolliert. Wegen der umfangreichen Vorwarnung hielten sich deutlich mehr Menschen als sonst an die Tempolimits. Dennoch registrierte die Polizei bei der am Freitag um 6.00 Uhr beendeten Aktion rund 3500 zu schnelle Fahrer, wie das Innenministerium in Hannover mitteilte.

Überblick:

So verlief der Blitz-Marathon in der Region und in ganz Deutschland.

Damit waren gut 3 Prozent aller kontrollierten Autofahrer zu schnell unterwegs. Bei Blitz-Aktionen, die vorher nicht angekündigt werden, stoppt die Polizei in der Regel rund 11 Prozent der Fahrer. 871 Autofahrer müssen mit einem Bußgeldbescheid von mehr als 40 Euro und Punkten in Flensburg rechnen. Auf ein Fahrverbot müssen sich 62 Autofahrer einstellen.

Seit Donnerstagmorgen waren landesweit rund 750 Polizisten an 459 Messstellen im Einsatz. Bundesweit hatten fast 15.000 Beamte 24 Stunden lang an mehr als 8700 Stellen Temposünder ins Visier genommen. Die Quote der Tempoverstöße lag bundesweit bei 2,7 Prozent.

Dem Vorwurf der Abzocke begegnete Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) mit dem Hinweis auf die Transparenz des „Blitz-Marathons“, über den vorab viele Medien berichtet hatten. Die frühzeitige Ankündigung und die öffentliche Bekanntgabe der Standorte hätten dazu geführt, dass weniger Geschwindigkeitsverstöße geahndet wurden.

Als außergewöhnlich bezeichnete das Innenministerium einen Fall aus Springe (Region Hannover). Dort wurde am Donnerstag der Wagen eines 42-Jährigen mit 132 Stundenkilometern gestoppt, erlaubt war auf dem Abschnitt der Landesstraße Tempo 70. Auf der Bundesstraße 4 bei Gifhorn wurde ein 20-Jähriger mit 160 Stundenkilometern geblitzt - 60 mehr als zulässig. (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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