Bahn immer mehr im Visier von Metalldieben

Hannover. Hohe Metallpreise machen die Bahn vermehrt zur Zielscheibe von Dieben. Immer wieder werden demontierte Kabel und sogar Gleisstücke bei Schrotthändlern zu Geld gemacht.

Wurden im gesamten vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeidirektion Hannover noch 192 Diebstahlsfälle gemeldet, waren es in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres bereits 111. Die Zahl von 55.000 Kilogramm gestohlenem Metall in 2010 dürfte sich in diesem Jahr also noch deutlich erhöhen.

„Da wird alles geklaut, was nicht niet- und nagelfest ist“, beklagt Bundespolizeisprecher Martin Ackert. Vom abgelegten Schrott über Befestigungs- oder Erdungskabel bis zu kompletten auf Baustellen abgestellten Kabeltrommeln reiche das Diebesgut. „Ganz hoch im Kurs stehen dabei Kupferteile, weil für sie das meiste Geld gezahlt wird“, so Ackert.

Besonders erschreckend findet der Bundespolizeisprecher, mit welcher Naivität und mit welchem Leichtsinn die Täter oftmals zu Werke gehen. „Da werden Teile aus Oberleitungen abmontiert, durch die 15.000 Volt Strom fließen.“ So geschehen beispielsweise vor gut einer Woche, als Metalldiebe bei Elvese (Region Hannover) Teile der elektrischen Ausrüstung der Oberleitung abmontierten und damit den Bahnverkehr auf der Intercity-Strecke zwischen Hannover und Bremen lahm legten.

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