Vergessener Stopp: Bahn weist Lokführer an, immer in Wolfsburg zu halten

Wolfsburg. Egal, was der elektronische Fahrplan anzeigt: Die Deutsche Bahn hat ihre ICE-Lokführer angewiesen, auf der Strecke Hannover-Berlin künftig auf jeden Fall in Wolfsburg zu halten. Dreimal waren Züge zuvor einfach in der Stadt durchgefahren.

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Zweimal seien sie in jüngster Zeit daran vorbeigefahren, weil der elektronische Fahrplan fehlerhaft war und den Stopp nicht anzeigte, sagte ein Bahnsprecher am Montag. Am Samstag war ein ICE zum dritten Mal binnen weniger Monate an Wolfsburg vorbeigerauscht. Im ersten Fall - Ende Juni - hatte der Lokführer den Halt nach Bahnangaben auf dem Fahrplan übersehen.

„Für uns ist dieser erneute Vorfall höchst ärgerlich und wir entschuldigen uns bei der Stadt und insbesondere bei unseren Fahrgästen“, sagte der Bahnsprecher. Wie viele Reisende betroffen waren, konnte er nicht sagen. Ihnen werde der volle Fahrpreis erstattet. Die Fahrgäste konnten erst in Stendal den Zug verlassen und mussten mit einer Regionalbahn nach Wolfsburg zurückfahren.

Ein ranghoher DB-Vertreter hatte noch Anfang September Wolfsburgs Oberbürgermeister versichert, dass die Deutsche Bahn den Stopp nun wirklich nicht mehr vergessen wolle. Mit Freikarten für ein Bundesliga-Heimspiel hatte der VfL Wolfsburg bei Lokführern für den Halt geworben. „Das ist ein Trauerspiel, das ist äußerst ärgerlich“, sagte nun der Referatsleiter beim Oberbürgermeister der Stadt, Dennis Weilmann, am Montag.

„Was hat die Bahn bloß gegen Wolfsburg?“ fragte sich Bjoern Eichstaedt bei Twitter, und Sebastian Schiller kommentierte dort: „Unglaublich! ICE hält schon wieder nicht in Wolfsburg! Kennt die Bahn ihre eigenen Fahrpläne nicht?“ Ein anonymer Schreiber meinte: „Wenn ich ein ICE wäre, würde ich auch an Wolfsburg vorbeifahren. Und dabei lachen.“ (dpa)

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