Bauern suchen Nachfolger

Hannover. Agrarbetriebe in Deutschland werden immer größer, mehr als zwei Drittel sorgen sich um einen Nachfolger für den Hof, und jeder Dritte lebt nicht von der Landwirtschaft allein. Das geht aus der Landwirtschaftszählung 2010 hervor, die das Statistische Bundesamt am Dienstag auf der Landtechnik-Messe Agritechnica in Hannover vorstellte.

Dazu waren etwa 300 000 Landwirte aufgerufen, über ihre Betriebe Auskunft zu geben. 2007 waren noch 375 000 Betriebe befragt worden, die landwirtschaftlich genutzte Fläche und die Viehbestände blieben aber nahezu gleich.

In Deutschland waren 2010 knapp 1,1 Millionen Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt. Davon waren gut die Hälfte Familienangehörige – mit abnehmender Tendenz. Fast ein Drittel waren Saisonkräfte. Nicht einmal jeder Dritte (30,6 Prozent) der Betriebsinhaber sieht seine Nachfolge gesichert. In den Ackerbauregionen in Südniedersachsen sind die Aussichten vergleichsweise günstig.

Viele Bauern suchen sich zudem eine zweite Einkommensquelle neben der Landwirtschaft. 2007 traf das für jeden fünften Betrieb zu, 2010 war es jeder dritte. Am häufigsten beim Nebenerwerb war die Energie-Erzeugung aus erneuerbaren Quellen. In Ballungsräumen oder klassischen Pferdezuchtgebieten ist der Reitsport oft zweites Standbein. Außerdem gibt es oft Angebote im Tourismus: „Urlaub auf dem Bauernhof“.

In der EU gehört Deutschland zu den vier größten Agrarproduzenten und verfügt über die drittgrößte landwirtschaftlich genutzte Fläche nach Frankreich und Spanien. (lni)

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