Bis Mitte März Klarheit

Bayern-FDP bestimmt Spitzenkandidaten über Urwahl

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FDP-Landeschef Daniel Föst (l.)

Die Bayern-FDP will in einer Urwahl ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Oktober bestimmen.

Beilngries/München - Einen entsprechenden Beschluss fasste der Landesvorstand auf einer Klausurtagung im oberbayerischen Beilngries, wie der FDP-Landesvorsitzende Daniel Föst am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Bis Ende Januar können sich demnach Kandidaten melden, danach folgen insgesamt sieben Bezirksforen. Voraussichtlich Mitte März soll dann feststehen, wer Bayerns Liberale in die Landtagswahl am 14. Oktober führen wird.

„Wir wollen mit einer klaren Modernisierungsstrategie in den Wahlkampf ziehen“, sagte Föst. Mehr Bildungsgerechtigkeit, eine moderne Infrastruktur, Bürokratieabbau und eine neue Clusterstrategie zur Stärkung des ländlichen Raums gehörten dazu. Außerdem wolle die Bayern-FDP das von den Freien Wählern angekündigte Volksbegehren zur Abschaffung der umstrittenen Straßenausbaubeiträge unterstützen. Bayerns FDP sieht in ihrem Kurs auch eine Machtperspektive: „Wir wollen in Bayern etwas bewegen“, sagte Föst. „Wir sind bereit, in eine Modernisierungskoalition einzutreten.“

Söder: „Wer sich in Berlin nicht traut...“

Der designierte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich zuvor in einem Interview noch zurückhaltend bis ablehnend zu einer möglichen Koalition mit der FDP geäußert. „Für mich in Bayern ist klar: Wer sich in Berlin nicht traut zu regieren, braucht nicht in München um Verantwortung zu buhlen“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Laut einer jüngsten Umfrage wäre die CSU in Bayern auf einen Koalitionspartner angewiesen, da sie derzeit lediglich rund 40 Prozent erreicht. Die FDP müsste allerdings mit gegenwärtig 5 Prozent sogar um den Einzug in den Landtag zittern. Die Bayern-FDP hat nach eigenen Angaben derzeit etwa 6400 Mitglieder.

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dpa

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