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Zwei Bundesländer schaffen Corona-Maskenpflicht im ÖPNV ab - noch in dieser Woche

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Von: Mike Schier

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Im Öffentlichen Nahverkehr fallen die Masken. Bayern und Sachsen-Anhalt haben sich bereits gegen die Pflicht entschieden.

Update von Dienstag, 6. Dezember, 13.05 Uhr: Nach Bayern schafft nun auch Sachsen-Anhalt die Corona-Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr ab. Als konkretes Datum wurde laut Deutscher Presse-Agentur der 8. Dezember genannt. Darauf hat sich das Kabinett am Dienstag verständigt, wie aus Regierungskreisen bekannt wurde. Das Land setze damit auf mehr Eigenverantwortung. Die bisherige Corona-Eindämmungsverordnung soll am 7. Dezember auslaufen. Details der Entscheidung wollen Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und weitere Kabinettsmitglieder am Dienstagnachmittag in Magdeburg erläutern.

Erstes Bundesland schafft Corona-Maskenpflicht im ÖPNV ab - noch diese Woche

Erstmeldung von Dienstag, 6. Dezember: München – Das erste Bundesland in Deutschland schafft die Masken im Öffentlichen Nahverkehr ab. Am Dienstagmorgen beschloss das bayerische Kabinett, die aktuelle Regelung zum Freitag, 9. Dezember, auslaufen zu lassen. Ab 10. Dezember gilt nur noch die Empfehlung zum Tragen einer Maske in Bayern.

Maskenpflicht in Bayern läuft aus: Ab Freitag nur noch eine Empfehlung

Den Vorschlag hatte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) unterbreitet, auf Initiative von Ministerpräsident Markus Söder. Im Vorfeld hatten sich auch die Freien Wähler für eine Lockerung der Maßnahmen starkgemacht. Die Maskenpflicht sei nicht mehr angemessen aufgrund der aktuellen stabilen Infektionslage, hieß es aus Regierungskreisen.  Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 204,2 angegeben. In Bayern liegt sie bei 107,9.

Die Maskenpflicht in Bus und Bahn bleibt in Hessen bestehen.
Die Maskenpflicht in Bus und Bahn fällt nun in zwei Bundesländern. (Symbolfoto) © Ralph Peters/Imago

In Bayern sind die Zahlen seit langem am niedrigsten in ganz Deutschland. Man orientiere sich deshalb am Beispiel Österreichs. Künftig gelte verstärkt die Eigenverantwortung. Für Dienstagmittag ist eine Pressekonferenz geplant, berichtet merkur.de.

Keine Maskenpflicht im bayerischen ÖPNV – Sie gilt aber weiterhin im Fernverkehr

Die Regelung gilt neben Bus, Tram, U- und S-Bahn auch für den Regionalverkehr der Bahn – also beispielsweise auf den Strecken München-Garmisch, München-Salzburg oder München-Passau. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn gilt dagegen weiter die Bundesregelung, die bis März sogar eine Pflicht zur FFP2-Maske vorsieht.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will daran festhalten. Auf einheitliche Regeln in allen Bundesländern konnten sich die Gesundheitsminister der Länder am Montagabend nicht einigen. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hatte kurz vor der bayerischen Entscheidung dafür geworben, Corona-Infizierte weiter zu isolieren und Masken zu tragen. Sich bei einer Corona-Erkrankung zu isolieren, bleibe wichtig, um andere zu schützen, sagte Wieler der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Genauso wichtig ist es, dass die Menschen weiterhin Masken tragen, denn auch dadurch bleibt die Zahl der Atemwegserkrankungen im Rahmen.“

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