BayernLB von Haider erpresst?

+
Der im Oktober 2008 verstorbene frühere Landeshauptmann von Kärnten, Jörg Haider.

Klagenfurt - Wurden die BayernLB und die Bayerische Staatsregierung vom ehemaligen Kärtner Landeshauptmann Jörg Haider erpresst?

Die Durchsuchung bei der BayernLB-Tochter Deutsche Kreditbank (DKB) steht möglicherweise in Zusammenhang mit einem Sponsorvertrag für ein Fußballstadion. Laut der Passauer Neuen Presse hat die Staatsanwaltschaft den Verdacht, dass sich 2007 die Kärntner Landesregierung in Person des damaligen Landeshauptmanns Jörg Haider die Zustimmung zum Verkauf der Hypo Alpe Adria (HGAA) mit einem Millionenbetrag in Form eines Sponsorings extra bezahlen ließ. Dies war auch der Hintergrund der Razzia am letzten Montag bei der DKB-Bank in Berlin.

Laut dem Bericht soll die DKB auf Weisung oder zumindest mit Kenntnis der Gremien der BayernLB einen siebenstelligen Betrag nach Kärnten überwiesen haben – offiziell für die Namensrechte des Fußballstadions in Klagenfurt (Hypo Group Arena). In dem Stadion haben auch Spiele der deutschen Nationalelf bei der Europameisterschaft in Österreich stattgefunden.

Österreich nimmt Abschied von Jörg Haider

h6
Trauerfeier für Jörg Haider. 25.000 Menschen wohnten einer Prozession durch die Straßen Klagenfurts bei. © dpa
h1
Saif Gaddafi, der Sohn von Libyens Staatschef Moammar Gaddafi, war ein enger Freund Jörg Haiders. Auch er wohnte der Trauerfeier bei. © dpa
h2
Mitglieder der Bundesregierung mit Vizekanzler Wilhelm Molterer (erste Reihe/li) und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (Erste Reihe/re) sowie Bundespräsident Heinz Fischer (erste Reihe/m) im Rahmen der Trauerfeierlichkeiten für den Landeshauptmann von Kärnten Jörg Haider in Klagenfurt. © dpa
h3
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hielt eine Rede. © dpa
h4
Haiders Leichnam soll in den nächsten Tagen eingeäschert werden. © dpa
h5
Ein Aufmarsch von Rechtsextremen blieb glücklicherweise aus. © dpa
h7
Vertreter von mehreren rechten Burschenschaften reckten ihre Degen in die Höhe, Weltkriegsveteranen kamen aus ganz Österreich mit ihren Fahnen. © dpa
h8
Zudem kamen viele Kärntner Chöre und Blaskapellen. © dpa
h9
Haiders Familie nimmt Abschied. © dpa
Er (Haider) war jemand, der niemanden kalt gelassen hat - im Positiven wie im Negativen“, sagte Kanzler Gusenbauer in seiner Rede. © dpa
h11
Blick auf den Trauerzug. © dpa
h12
Haiders Witwe mit den beiden Töchtern. © dpa
h13
Um die Umstände von Haiders Tod gibt es viele Gerüchte und Spekulationen. Während der Trauerfeier spielten diese jedoch keine Rolle. © dpa
haidererg2
Der Leichnam des Kärntner Landeshauptmanns und Chefs der rechten Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) wurde im Klagenfurter Landhaus aufgebahrt. © dpa
haidererg3
Hunderte Menschen stellten sich an, um vor dem geschlossenen und mit Blumen geschmückten Sarg Abschied von Haider zu nehmen. © dpa
haidererg4
Am Samstag soll bei einer Trauerfeier der Sarg zum Dom gebracht werden, wo es eine Messe für Haider geben wird. © dpa
haidererg45
Mindestens 30 000 Menschen werden dazu erwartet. Die österreichische Bahn will Sonderzüge einsetzen, der ORF will die Zeremonie live übertragen. © dpa
haidererg5
Danach soll Haiders Leiche eingeäschert und im engsten Familienkreis bestattet werden. © dpa
haidererg6
Haiders Witwe Claudia nahm am Sarg ebenso Beileidsbekundungen an... © dpa
haidererg7
... wie seine beiden Töchter Ulrike Quercia und Cornelia Haider-Mathis. © dpa
hader1
Eine nicht enden wollende Menschenschlange... © dpa
hader2
... vor der Kirche, in der Jörg Haiders Sarg aufgebahrt wird. © dpa
hader3
Selbst im Dunkeln harren die Menschen noch aus. © dpa
kerze8
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze9
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze10
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze11
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze12
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze13
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze14
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze15
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze16
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze17
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze18
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze1
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze2
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze3
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze4
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze5
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze6
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerze7
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
kerneneu
Ein Meer von Kerzen am Unfallort © dpa
kerzeneu
Ein Meer von Kerzen am Unfallort © dpa
trauerf
Claudia Haider (m) mit ihren Töchtern Ulrike (r.) und Cornelia (l.) bei der Trauerfeier © dpa
trauerf
Claudia Haider (m) mit ihren Töchtern Ulrike (r.) und Cornelia (l.) bei der Trauerfeier © dpa
trauerfende
Die Trauerfeier fand am Sonntagabend in Klagenfurt statt. © dpa
wrack0
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
haidererg1
Fünf Tage nach dem Unfalltod des Rechtspopulisten Jörg Haider begannen in Österreich die offiziellen Trauerfeierlichkeiten. © dpa
letztebild
Eine der letzten Aufnahmen von Jörg Haider: Gemeinsam mit Patrizia Zernatto lässt sich der Politiker auf einer Party ablichten. Vier Stunden später war Haider tot. © dpa
wrack1
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack2
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack3
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack4
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack5
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack6
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack7
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack8
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack13
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack14
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack9
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack10
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack11
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
wrack12
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
luftbild2
Der Unfallort aus der Luft betrachtet. © dpa
luftbild1
Der Unfallort aus der Luft betrachtet. © dpa
luftbild3
Der Unfallort aus der Luft betrachtet. © dpa
luftbild4
Der Unfallort aus der Luft betrachtet. © dpa
trauer1
Nach dem Tod von Jörg Haider sorgen die Aufnahmen des Fahrzeugswracks, in dem der umstrittene Politiker starb, für Trauer. An der Unfallstelle legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © dpa
unfallort
Nur unweit von der Unfallstelle begann eine 50er-Zone. © dpa
Die Hypo Group Arena in Klagenfurt (Kärnten).

Der Erwerb des Stadionnamens durch die HGAA habe bereits 2007 in Österreich für Wirbel gesorgt und dem mittlerweile verstorbenen Haider den Vorwurf eingebracht, dass man sich in Kärnten durch finanzielle Zuwendungen offenbar leicht Sympathien erwerben könne. Die Münchner Ankläger ermitteln wegen Untreue gegen frühere BayernLB-Vorstände. Sie gehen dem Verdacht nach, dass die BayernLB beim Kauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) bewusst einen zu hohen Preis gezahlt hat.

Das Desaster hat die bayerischen Steuerzahler bereits 3,7 Milliarden Euro gekostet und soll von Februar an im Untersuchungsausschuss des Landtags aufgearbeitet werden. Da will auch die fraktionslose Landtagsabgeordnete Gabriele Pauli mitmischen. Sie wolle im BayernLB-Untersuchungsausschuss mitarbeitenund habe dies beim Ältestenrat beantragt, teilte Pauli am Freitag mit. Bei der Aufklärung des Geschäfts mit der Hypo Alpe Adria müssten alle Abgeordneten direkt oder indirekt mitwirken können, argumentierte sie. Der Ältestenrat will nach Auskunft des Landtags am kommenden Mittwoch über den neuen Ausschuss beraten, der im Februar vom Landtagsplenum offiziell eingesetzt werden soll. Erst dann fällt auch die endgültige Entscheidung über die Ausschussgröße.

Ein neues hochpikantes finanzielles Engagement der BayernLB wurde am Freitag bekannt: Trotz aller Milliardenverluste geben sich auch die neuen BayernLB-Bosse großzügig. Laut Bild sponserten sie die Verleihung des Diva-Entertainment-Preises letzten Dienstag im Bayerischen Hof mit 20 000 Euro. Ministerpräsident Horst Seehofer versprach: „Ich gehe dem nach und kläre, warum und wieso.“

tz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.