Gipfeltreffen gegen Geld

Heikler Vorwurf: Zahlte Ukraine-Präsident für Trump-Treffen?

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Donald Trump (l.) und Petro Poroschenko.

Neue Enthüllungen bringen US-Präsident Donald Trump wohl in Erklärungsnot. Laut einem Medienbericht soll der Anwalt des Präsidenten eine Zahlung für ein Polit-Treffen erhalten haben.

München - Donald Trump steht wieder einmal unter Beschuss. Einem Bericht der britischen BBC zufolge hat der persönliche Anwalt des US-Präsidenten, Michael Cohen, 400.000 Dollar vom ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko erhalten, um ein Treffen mit Trump zu organisieren.

Cohen war bereits in den vergangenen Wochen in der Affäre um Porno-Star Stormy Daniels im Mittelpunkt gestanden. Dem Bericht nach soll Cohen von Mittelsmännern des ukrainischen Präsidenten bezahlt worden sein. Das arrangierte Treffen hatte dann im Juni 2017 stattgefunden. 

Poroschenko soll sich zunächst an Lobbyisten gewandt haben

Die BBC beruft sich dabei auf ukrainische Geheimdienstmitarbeiter, denen zufolge Poroschenko zunächst über Lobbyisten versucht habe, ein Treffen mit Trump zu organisieren - er sei dabei aber erfolglos geblieben. Erst durch Cohen kam es zur gewünschten Zusammenkunft.

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Der US-Präsident könnte nach dieser Enthüllung in Erklärungsnot geraten: Wusste er von der Zahlung an seinen Anwalt? Und warum fühlte sich Michael Cohen überhaupt zum Handeln bemächtigt? Dem Bericht der BBC zufolge hatte Cohen als ukrainischer Lobbyist in Washington das Treffen arrangiert - dafür hätte er aber offiziell registriert sein müssen. 

Auf Trump werden wohl unangenehme Fragen zukommen

Besonders heikel: Kurz nach dem Treffen zwischen Trump und Poroschenko hatten die ukrainischen Anti-Korruptionsermittler die Ermittlungen gegen Paul Manafort, eine Schlüsselfigur in der Russland-Affäre, eingestellt. Manafort ist der Ex-Wahlkampf-Manager von Donald Trump - er soll im Dienste Putins Zahlungen in Millionenhöhe von ukrainischen Politikern angenommen haben. 

Diese Sachlage und die Enthüllungen der BBC bieten Raum für Spekulationen: Nutzte Trump etwa dieses Treffen um die Russland-Affäre seinem Gusto nach zu lenken? Solcherlei Fragen dürften in den nächsten Tagen auf den US-Präsidenten zukommen.

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sdm

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