„Deutliches Wort“ mitunter nötig

Beck bereut Wutausbruch nicht

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Kurt Beck steht zu seinem Wutausbruch.

München - Der rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck (SPD) bereut seinen Wutausbruch in München nicht und verteidigt die Wahl deutlicher Worte in der Politik.

„Manchmal denke ich, ich hätte auch das Maul halten können. Aber bei überkandidelter politischer "Correctness" geht mir die Hutschnur hoch“, sagte der scheidende Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. „Es muss auch mal ein deutliches Wort gesagt werden.“

Ein Student hatte dem 63-jährigen Beck bei der Feier zur Deutschen Einheit in München während eines Fernseh-Interviews zugerufen: „Die Bayern bezahlen den Nürburgring und den Betzenberg.“ Beck entgegnete damals: „Können Sie mal das Maul halten einen Moment, einfach das Maul halten, wenn ich ein Interview mache?“

Deutschlands dienstältester Ministerpräsident betonte, seine Berufserfahrung als Funkelektroniker und seine Bürgersprechstunden hätten ihm sehr geholfen, bodenständig und im Kontakt zur Bevölkerung zu bleiben. „Praktika für Spitzenpolitiker sind wertvoll, aber nicht das Gleiche wie wenn man mit seinem Beruf eine Familie ernähren muss“, sagte der scheidende Landesvater, der seit Samstag Ehrenvorsitzender der SPD im Land ist.

dpa

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