Schifffahrtsdirektion lädt die Bürgermeister zu Debatte ein

Edersee: Behörde will Wogen ums Wasser glätten

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Schleppten Wasser zum Edersee: Demonstrantinnen gegen den niedrigen Wasserpegel an Hessens größtem See.

Waldeck / Rehbach. Nach den turbulenten Tagen wegen der zusätzlichen Entnahme von Wasser aus dem Edersee will das heftig angegriffene Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Hann. Münden (Kreis Göttingen) nun die Wogen glätten.

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„Aus aktuellem Anlass“, so die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte (Sitz Hannover) sind für diesen Mittwoch die Bürgermeister der Orte in der Ederseeregion samt Waldeck-Frankenbergs Landrat Reinhard Kubat zu einer Diskussionsrunde eingeladen worden. Beteiligt ist auch das Regierungspräsidium Kassel.

Dialog intensiver führen

Bei diesem Termin soll die Bewirtschaftung der Edertalsperre in diesem Jahr erörtert sowie über „mögliche Verbesserungen“ diskutiert werden. „Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion möchte den Dialog mit der Region an der Edertalsperre wieder intensiver führen und sieht die kommende Besprechung hierzu als ersten Schritt“, heißt es in einer Presse-Erklärung.

Mindestens 500 Einheimische und Gäste waren am Samstag zu einer Protestveranstaltung an den Edersee gekommen und hatten am Rehbach gegen den niedrigen Wasserstand in der Edertalsperre demonstriert.

Für Aufsehen sorgte dabei eine schriftliche Stellungnahme der Interessengemeinschaft Oberweser. Der Edersee gehöre unmittelbar zur Oberweser, beide seien miteinander verknüpft. „Für die Zukunft ist es wichtig, gemeinsame Lösungsmöglichkeiten zu suchen“, schrieb Rolf Foellmer, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Oberweser. Für Thomas Hennig, einer der Organisatoren der Protestveranstaltung am Edersee, bedeuten diese Aussagen einen Schulterschluss zwischen dem Edersee und der Oberweser. „Wir wollen im Prinzip das Gleiche. Das sollten die Verantwortlichen in Hann. Münden endlich begreifen“, sagte Hennig.

Das Amt, das mit Edersee und Diemeltal die beiden einzigen Talsperren Deutschlands bewirtschaftet, die noch in Bundeseigentum sind, war vorige Woche heftig angegriffen worden, weil es dem nur noch zu einem Fünftel gefüllten Edersee Wasser entnahm, um die Schifffahrt von Hameln nach Bodenwerder anlässlich eines Lichterfestes zu ermöglichen. Dagegen hatte es am Edersee eine Welle der Empörung gegeben.

Von Uli Klein und Jürgen Umbach

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