Behörden warnen vor rechtsextremem Rockerclub

Hannover. Mehrere Landesverfassungsschutzämter warnen die Innenminister der Länder vor einer vor allem im Norden aktiven rechten Rockergruppe.

„Wie bereits an den vorhandenen Logoentwürfen ersichtlich, ist auch eine europaweite Strukturausweitung geplant“, heißt es in dem Lagebericht, über den der „Spiegel“ berichtete. In dem Bericht geht es um die Gruppierung „Brigade 8“, die bisher vor allem in Bremen auffällig wurde. „Es gibt aber Hinweise, dass das nicht nur ein bremisches Problem ist“, sagte die niedersächsische Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa in Hannover.

Laut „Spiegel“ steht auch Schleswig-Holstein im Fokus. Das Innenministerium in Hannover erklärte, Erkenntnisse der niedersächsischen Behörden seien in den Bericht eingeflossen. Vor zwei Wochen hatte die Polizei im Kreis Oldenburg eine Party der „Brigade 8“ verhindert, tags zuvor war die Veranstaltung bereits in Bremen verboten worden.

Laut dem Bericht kleiden sich Männer nach dem Vorbild klassischer Motorradclubs mit ledernen Westen. Auch in der Organisation eiferten die Rechten den Rockern nach: So gebe es Aufnäher mit verschiedenen Funktionsbezeichnungen wie „General“, „President“, „Schriftführer“ oder auch „Gauleiter“. Unterstützt werde die Gruppierung von zwei rechtsextremen Musikbands und einem Internet-Versandhandel. „Die Gruppe zeigt, dass das Klischee vom Glatzkopf mit Springerstiefeln ausgedient hat“, sagt Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) laut dem „Spiegel“-Bericht. (dpa)

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