Warum der Preisrutsch am Markt erstmal ein Ende hat

Benzin und Heizöl werden wieder teurer

Autofahrer müssen an der Tankstelle wieder mehr zahlen.

Hamburg. Der Preisrutsch am Ölmarkt ist erst einmal zu Ende. Autofahrer und Heizölkunden müssen wieder tiefer in die Tasche greifen.

In der Branche herrscht nun Unsicherheit, wie es weitergeht.

Mitte Januar kostete ein Liter Superbenzin zeitweise kaum mehr als 1,20 Euro, Diesel lag sogar unter 1,10 Euro. Nun ziehen die Preise wieder an. Für Superbenzin E10 müssen Autofahrer über 1,30 Euro zahlen und Dieselkraftstoff liegt im bundesweiten Durchschnitt bei 1,20 Euro je Liter.

Ähnlich sieht es beim Heizöl aus. Vom Tiefststand 53 Euro für 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern, inklusive Mehrwertsteuer) vor vier Wochen stiegen die Heizölpreise nun wieder auf über 65 Euro.

Wie kommt es zu dem heftigen Anstieg? 

Zum einen stieg der Preis für Rohöl der Nordsee-Sorte Brent von 46 Dollar je Barrel (159 Liter) auf nun 62 Dollar. Zum anderen schwächelt der Euro. Inzwischen liegt der Wert nur noch bei 1,14 Dollar. Vor sechs Monaten waren es 1,35 Dollar. Der schwache Euro verteuert das in Dollar gehandelte Rohöl.

Wie geht es weiter am Ölmarkt? 

Aus den Prognosen der Experten spricht die Unsicherheit: Bankanalysten, Wirtschaftsforscher und Akteure auf den Märkten sehen sowohl Gründe für steigende wie für fallende Preise in diesem und den nächsten Jahren. Gut möglich scheint auch ein anhaltender Seitwärtstrend in den kommenden Monaten. Kurzum: Es gibt derzeit keine klare Aussage.

Was erwarten Profis? 

Shell-Chef Ben van Beurden rechnet mit einer wachsenden Nachfrage nach Öl. Aufgrund des niedrigen Preises sei aber auch denkbar, dass „Energieunternehmen einen Teil ihrer existierenden Produktion stilllegen könnten und neue Projekte verschieben oder ganz aufgeben.“ Bei einem Ölpreis von weniger als 70 Dollar sind nach Einschätzung der US-Bank Goldman Sachs nur ein Drittel aller Investitionen in neue Öl- und Gasfelder noch profitabel.

Welche Rolle spielen dabei die USA? 

Bleibt die Ölförderung in den USA hoch, das globale Wachstum aber schwach, könnte dies für eine längere Zeit für niedrige Preise sorgen. Für Maria van der Hoeven, Generalsekretärin der Internationalen Energie Agentur, ist sogar eine neue Epoche auf dem Ölmarkt angebrochen: „Das Schieferöl aus den USA hat die Spielregeln verändert.“ Die US-Förderung könne sich künftig flexibel der Nachfrage am Ölmarkt und den schwankenden Ölpreisen anpassen. Damit würden die USA quasi die Rolle des Opec-Landes Saudi-Arabien übernehmen. Das Land passte bislang die Fördermenge dem Preis an und sorgte dafür, dass der Ölpreis hoch war.

Günstige Preise für Benzin und Heizöl im Internet auf: 

www.clever-tanken.de

www.esyoil.com

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