Kunststoffrohre bei Erdgasförderung

Benzol: 22 Leitungen stillgelegt

Hannover. Nach dem Austritt von krebserregendem Benzol bei der Erdgasförderung hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) 22 Kunststoffleitungen stillgelegt. In den Leitungen wurde Wasser transportiert, das aus dem geförderten Gas herausgefiltert wird. Dieses sogenannte Lagerstättenwasser enthält das Benzol.

„Von den 740 Kilometern Rohrleitungen insgesamt sind rund 43 Kilometer betroffen“, sagte LBEG-Präsident Ralf Pospich gestern in Hannover. Bei den ungeeigneten Leitungen handelte es sich ausschließlich um Rohre aus Polyethylen. Deswegen wurde für alle anderen Rohrsysteme aus diesem Kunststoff eine zweijährige Zusatzüberwachung angeordnet. Die meisten der 740 Kilometer langen Rohrleitungen sind zwischen zehn und 35 Jahren alt.

Rohre aus Polyethylen

Die stillgelegten Rohre befinden sich laut Wirtschaftsministerium in den Fördergebieten rund um Völkersen, nordwestlich von Großenkneten, südöstlich von Sulingen und in Steyerberg. Im April 2011 waren in der Region Vechta bei Leitungsprüfung erstmals erhöhte Benzolbelastungen in Erdgasfeldern entdeckt worden. (lni)

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