Diskussion um Nebenverdienste

Das ist berechnend - ein Kommentar zu Steinbrück

Neue Details zu seinen Nebeneinkünften bringen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in die Bredouille. Wie gefährlich ist das für den SPD-Spitzenmann? Ein Kommentar von Tatjana Coerschulte.

Lesen Sie auch:

- Nebeneinkünfte: Steinbrück attackiert Kritiker

- Steinbrück hat "rote Linie überschritten"

- Wirbel um Steinbrücks Nebeneinkünfte

Müssen Sozialdemokraten wenig Geld verdienen, um glaubwürdig auf die Wähler zu wirken? Nein, so dumm sind Wähler nicht. Die Arbeit eines Abgeordneten muss im Gegenteil finanziell attraktiv sein, denn in den Parlamenten sollen fähige Männer und Frauen sitzen. Nimmt ein Abgeordneter seine Arbeit ernst, hat er zudem einen Vollzeit-Job. Es ist auch nichts dagegen zu sagen, wenn ein Parlamentarier oder Ex-Minister in seiner Freizeit in Vorträgen über seine Arbeit berichtet und dafür ein Honorar erhält.

Ärgerlich wird es, wenn solcher Fleiß in Raffgier mündet. Peer Steinbrück hat seine Erfahrungen im Auftrag des Wählers gewonnen. Er ist von diesem mit Steuergeld dafür bezahlt worden und hat dann auf Nebenschauplätzen zusätzliches Kapital daraus geschlagen - und zwar weitaus kräftiger als die meisten seiner Kollegen.

Steinbrück selbst ahnt wohl, dass seine Geldvermehrung für einen Politiker moralisch fragwürdig ist. Warum sonst lässt er jetzt davon ab, wo er Kanzlerkandidat der SPD ist? Dieser Mann hat das Rechnen gelernt - und berechnend scheint er auch zu sein.

Von Tatjana Coerschulte

Was meinen Sie, liebe Leser? Diskutieren Sie unter diesem Artikel.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.