Freigelassener US-Soldat

Bericht: Bergdahl wurde von Taliban misshandelt

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Bowe Bergdahl.

Atlanta - Eine Woche nach der Freilassung des US-Soldaten Bowe Bergdahl werden Einzelheiten über dessen fünfjährige Gefangenschaft bei den Taliban bekannt. Die Informationen könnten die Haltung der US-Regierung stützen.

Der US-Soldat Bowe Bergdahl ist nach einem CNN-Bericht während seiner fünfjährigen Gefangenschaft durch die Taliban misshandelt worden. Er leide an einem seelischen Trauma, berichtete der Nachrichtensender am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf einen ranghohen US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte.

Bergdahl war vor einer Woche im Austausch für fünf Terrorverdächtige aus dem Gefangenenlager Guantanamo Bay freigekommen. Seitdem wird er im rheinland-pfälzischen Landstuhl Regional Medical Centre, dem größten US-Krankenhaus außerhalb der USA, medizinisch und psychologisch behandelt.

Taliban veröffentlichen Video von Bergdahl-Übergabe

Bergdahl habe während seiner Gefangenschaft versucht zu fliehen, sei aber gefasst und anschließend in eine Art Käfig gesperrt worden, berichtete CNN unter Berufung auf seinen Informanten.

Der Gefangenenaustausch hatte in den USA eine Kontroverse ausgelöst - auch weil Kameraden Bergdahl vorwerfen, er sei ein Deserteur. Die US-Regierung hat bereits angekündigt, die Vorwürfe prüfen zu wollen.

Präsident Barack Obama war zudem kritisiert worden, den Austausch ohne Rücksprache mit dem Kongress veranlasst zu haben. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hatte die Aktion kürzlich in einem Interview mit der Aussage verteidigt, es habe Gefahr für Leib und Leben des Soldaten bestanden. Diese Argumentation werde durch die neuesten Informationen über den Zustand Bergdahls gestützt, schrieb CNN.

Am Freitag hatte das behandelnde Militärkrankenhaus in Landstuhl mitgeteilt, es gehe dem Soldaten von Tag zu Tag besser. Sein Zustand sei stabil, es gebe Anzeichen der Besserung, berichtete das Regional Medical Centre (LRMC). Der 28-Jährige sei aber noch nicht bereit für eine Rückkehr in die USA, hieß es weiter.

dpa

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