Bericht: CDU-Spitze drängt Röttgen zu Bekenntnis zu NRW

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Bundesumweltminister und NRW_ CDU_Chef Norbert Röttgen

Berlin - Der Druck auf CDU-Wahlkämpfer Norbert Röttgen nach seinen unklaren Äußerungen zu einer möglichen Oppositionsführer-Rolle in Nordrhein-Westfalen steigt.

Weite Teile der CDU-Spitze wollten Röttgen dazu drängen, sein Amt als Bundesumweltminister im Fall einer Niederlage bei der Landtagswahl am 13. Mai niederzulegen und in Düsseldorf zu bleiben, berichtete die “Bild“ (Samstag).

Röttgen werde sich spätestens Anfang kommender Woche erklären müssen, zitierte die Zeitung ein Mitglied der Parteispitze: “Das Thema muss vom Tisch.“ Der Umweltminister solle sich ein Beispiel an der rheinland-pfälzischen CDU-Chefin Julia Klöckner nehmen. Sie hatte ihr Amt als Staatssekretärin in Berlin im Landtagswahlkampf 2011 aufgegeben und war trotz der Wahlniederlage nach Mainz gegangen. Röttgen hat Fragen nach seiner Zukunft im Fall einer Wahlniederlage bisher offen gelassen.

Wer in welchem Bundesland regiert

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FDP-Chef Phillipp Rösler übte indirekte Kritik an Röttgen. “Man sieht ja an den aktuellen Diskussionen in der Union, dass sich ein Spitzenkandidat schon die Fragen stellen lassen muss: “Meinst du es ernst, willst du hier bleiben oder gehst du danach wieder nach Berlin?““, sagte er der “Saarbrücker Zeitung“. Seine Partei habe sich für Spitzenkandidat Christian Lindner statt für Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr entschieden, weil man “nicht nur einen Kandidaten für die nächsten 60 Tage“ habe finden wollen.

Röttgen selbst sieht die beiden denkbaren Koalitionspartner in Düsseldorf - FDP und Grüne - kritisch: “Die Liberalen haben sich der rot-grünen Regierung angedient, haben durchblicken lassen, den Schuldenhaushalt mitzutragen. Und am Ende haben sie sich in dieser Taktik verheddert“, sagte Röttgen der “Bild am Sonntag“. Die Grünen hätten sich selbst mal als Partei der Nachhaltigkeit definiert, “doch die Verschuldungspolitik dieser rot-grünen Minderheitsregierung hatte mit Nachhaltigkeit nichts zu tun“, kritisierte Röttgen. Sein Ziel sei es, “dass die CDU Nordrhein-Westfalen stärkste Kraft wird, so dass wir dann möglichst mehrere Koalitionsoptionen haben“.

dpa

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