Eröffnung noch vor Jahresende

Bericht: Nato baut Anti-Spionagezentrum in Polen

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Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Warschau - Angesichts des angespannten Verhältnisses zu Russland baut die Nato einem Zeitungsbericht zufolge derzeit ein Kompetenz- und Schulungszentrum für Spionage- und Terrorismusabwehr in Polen auf.

Das sogenannte Centre of Excellence for Counter Intelligence solle Ende des Jahres in Krakau eröffnet werden, berichtete die Zeitung "Welt am Sonntag" aus Berlin unter Berufung auf Nato-Kreise. Auch Deutschland werde Personal der Bundeswehr dorthin entsenden.

Insgesamt zehn Nato-Mitgliedsstaaten sind dem Bericht zufolge bislang an der Einrichtung beteiligt - neben Polen auch Deutschland, Italien, Kroatien, Litauen, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Am vergangenen Mittwoch hätten Vertreter der jeweiligen Streitkräfte ein sogenanntes Memorandum of Understanding in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia unterzeichnet.

Es werde erwartet, dass sich nach Eröffnung des inzwischen 24. Nato-Kompetenzzentrums weitere Staaten anschlössen, hieß es weiter. Die Einrichtung unter Führung Polens und der Slowakei sei ein Signal in Richtung Moskau. Die Spionageabwehr, insbesondere gegen die russischen Nachrichtendienste, solle verbessert werden, indem Wissen aus den Nato-Mitgliedstaaten zusammengeführt werde.

Wegen des bewaffneten Konflikts in der Ostukraine sind die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland derzeit angespannt. In dem Konflikt, der seit dem Frühjahr vergangenen Jahres andauert, stehen sich prorussische Separatistenr und ukrainische Regierungstruppen gegenüber. Der Westen beschuldigt Russland, die Rebellen mit Kämpfern und Waffen zu unterstützen, was Moskau zurückweist.

AFP

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