Bericht: Schröder beendet Babypause

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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) kehrt nach nur neun Wochen Baby-Pause an den Schreibtisch zurück

Berlin - Nach einer Mini-Babypause von neun Wochen kehrt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) einem Zeitungsbericht zufolge an ihren Schreibtisch in Berlin zurück - doch nur für zwei Tage.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) kehrt zehn Wochen nach der Geburt ihres Kindes Lotte Marie wieder an den Schreibtisch in Berlin zurück. Nach der Babypause will die 34-jährige Ministerin am 12. September wieder ihre Arbeit aufnehmen, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht des “Wiesbadener Kuriers“ und der “Bild“-Zeitung. Bereits zwei Tage später will Schröder nach einer Kabinettssitzung über ihre familienpolitischen Pläne für die zweite Hälfte der Wahlperiode vor der Bundespressekonferenz berichten.

Schröder ist Deutschlands erste Ministerin, die während der Amtszeit Mutter wurde. Nach der gesetzlichen Mutterschaftszeit können weder sie noch ihr Ehemann, der Parlamentarische Innen-Staatssekretär Ole Schröder (CDU), Elternzeit nehmen, da Abgeordnete und Minister keinen Anspruch darauf haben. Gleiches gilt für das Elterngeld.

Während ihrer Babypause hielt sich Schröder per Handy und Laptop über das politischen Geschehen in Berlin auf dem Laufenden. Ihr Ministerium wurde vom Parlamentarischen Staatssekretär Hermann Kues (CDU) und Staatssekretär Josef Hecken geführt. Offizielle Vertreterin Schröders war Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU).

Von Schröder werden unter anderem Aussagen erwartet, ob es noch in dieser Wahlperiode zur Einführung des im Koalitionsvertrages angekündigten Betreuungsgeldes kommt. Mit dem Geld sollen Eltern unterstützt werden, die ihre kleinen Kinder selbst betreuen und keine Krippe oder Tagesmutter in Anspruch nehmen. Das Betreuungsgeld ist in der Koalition vor allem zwischen CSU und FDP umstritten. Erwartet werden Kosten von rund 2 Milliarden Euro jährlich. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich unlängst für das Betreuungsgeld ausgesprochen, ohne allerdings einen Zeitplan zu nennen.

Auch die Meinungsverschiedenheiten in der Union über die Zukunft des Elterngeldes dürften eine Rolle spielen. CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder hatte diese Leistung jüngst in Frage gestellt und nach 2013 einer Überprüfung der gesamten Familienpolitik angekündigt. Schröder hatte dagegen über einen Sprecher erklären lassen, dass am Elterngeld “nicht gerüttelt“ werde. Deutschland ist das kinderärmste Land in Europa.

dpa

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