Sergej Skripal

Vergifteter Ex-Spion: Neue Details zu Geheimdienst-Aktionen

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Soldaten tragen Schutzanzüge während der Ermittlungen zur Vergiftung des Ex-Doppelagent Skripal und dessen Tochter.

Der vergiftete Ex-Doppelagent Sergej Skripal soll einem Bericht zufolge nach seiner Ankunft in Großbritannien weiter Kontakte zu westlichen Geheimdiensten unterhalten haben.

Prag - Auf Vermittlung des britischen Auslandsdienstes MI6 sei er im Jahr 2012 nach Prag gereist, berichtete die Zeitschrift „Respekt“ in ihrer am Montag erschienenen Ausgabe. „Auch wenn er sich hier nur kurz aufhielt, soll seine Reise für die hiesigen Geheimdienste ein Gewinn gewesen sein“, schreibt das Nachrichtenmagazin aus Prag. Bei dem Treffen sei es unter anderem um Enthüllungen zum russischen Spionagenetzwerk in Westeuropa gegangen.

Seit dem Anschlag im englischen Salisbury vom 4. März wird über das mögliche Motiv für die Tat spekuliert. Großbritannien macht Moskau für die Vergiftung Skripals und seiner Tochter Julia verantwortlich. Der Kreml weist die Vorwürfe strikt zurück.

Nach dem ersten Treffen in Prag hätten sich tschechische Geheimdienstmitarbeiter noch mindestens einmal mit Skripal in Großbritannien getroffen, berichtete „Respekt“. Die Quellen des Magazins glaubten indes nicht, dass dies mit dem Anschlag unmittelbar zusammenhängen könnte. Skripal war 2006 in Russland verurteilt worden, weil er für Großbritannien spioniert haben soll. Vier Jahre später kam er bei einem Agenten-Austausch frei.

dpa

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