Bericht der "Washington Post"

Obama soll von Russlands Wahl-Einmischung gewusst haben 

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Barack Obama soll Putin scharf vor Eingriffen in den US-Wahlkampf gewarnt haben.

In der Russland-Affäre ist US-Präsident Donald Trump in Erklärungsnot. Vorgänger Barack Obama musste von der Einmischung aus Moskau - soll aber aus einem wichtigen Grund nichts unternommen haben.

Washington - Der US-Geheimdienst CIA hatte laut einem Zeitungsbericht schon im August vergangenen Jahres Hinweise darauf, dass der russische Staatschef Wladimir Putin persönlich eine Einsatz angeordnet hatte, um Präsidentschaftskandidat Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen. Wie die "Washington Post" am Freitag berichtete, informierten hochrangige CIA-Mitarbeiter damals das Weiße Haus über die russischen Pläne. Demnach verzichtete die Regierung des damaligen Präsidenten Barack Obama auf Gegenmaßnahmen - aus Sorge, selbst als Wahlmanipulator dazustehen.

Die Obama-Regierung sei zu diesem Zeitpunkt noch davon ausgegangen, dass die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton die Wahlen gewinnen würde, hieß es in dem Zeitungsbericht. Deshalb habe die ehemalige US-Regierung Moskau zwar gedrängt, jegliche Eingriffe zu unterlassen. Gegenmaßnahmen habe die Obama-Regierung aber auf die Zeit nach der Wahl verschoben.

„Falsch mit der Sache umgegangen“

Nach Trumps Wahlsieg bereuten ehemalige Regierungsmitarbeiter zutiefst, damals nicht härter gegen Moskau vorgegangen zu sein. Unmittelbar nach der Wahl hätten sie eingesehen, "dass sie falsch mit der Sache umgegangen sind", sagte ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Regierung der "Washington Post". Anstatt Gegenmaßnahmen anzustreben, sei der Fokus gewesen zu verhindern, dass Russland das Wählerverzeichnis oder Abstimmungsgeräte manipuliert.

Dem Zeitungsbericht zufolge warnte Washington Moskau mindestens vier Mal scharf vor weiteren Eingriffen, unter anderem habe Obama persönlich Putin gewarnt. Nach Einschätzung von früheren Regierungsbeamten seien die Warnungen offenbar erfolgreich gewesen, Russland habe darauf verzichtet, den Ablauf der Wahl selbst zu manipulieren.

US-Präsident Trump reagierte im Kurzmitteilungsdienst Twitter auf die Enthüllungen: "Die Obama-Regierung wusste schon lange vor den Wahlen über Einmischungen Russlands und hat nichts getan. WARUM?", schrieb er. Die Antwort liegt jetzt offenbar auf dem Tisch.

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AFP

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